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Beton-Bungalows statt Futtersilos

Ferien an der Kützkower Havel Beton-Bungalows statt Futtersilos

Die Bundesgartenschau hat auch viele Gäste in das Umland von Brandenburg an der Havel und Rathenow gebracht und zeigte, was touristisch alles möglich ist. Diesen Schwung will ein Brandenburger Unternehmer nun im Pritzerber Ortsteil Kützkow aufrechterhalten.

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Havelsee-Bürgermeister Günter Noack (r.) gratuliert Thomas Schenk.

Quelle: foto: André Wirsing

Pritzerbe. Pritzerbe hat einen neuen Ortsvorsteher: Thomas Schenk übernahm das Amt von Klaus-Dieter Nagel (beide Bürgerliste), der sein Amt und den Sitz im Ortsbeirat am 20. November aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat, er bleibt aber Stadtverordneter in Havelsee. In den Ortsbeirat rückte Susanna Engel nach.

Für Schenk und Havelsee-Bürgermeister Günter Noack gibt es gleich eine größere Aufgabe zu bewältigen: Stimmen die Stadtverordneten in der kommenden Woche ebenfalls zu, soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan für die Brache in Kützkow an der Havel gegenüber des Naturhafens unweit der Fähre aufgestellt werden. Der Ortsbeirat hat mit drei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen dafür votiert.

Auf der 3,4 Hektar großen Fläche soll ein Ferienpark mit 60 Ferienhäusern entstehen, dazu Rezeption, Veranstaltungs- und Sanitärgebäude, Fahrradwerkstatt sowie Saunahaus. Ergänzt wird die kleine Siedlung um einen Spielplatz sowie ein Volleyballfeld. „Sie müssen keine Angst haben, dass dort nur Würfel hingebaut werden, alle Häuser haben Satteldächer. Zudem bekommen sie einen vollverglasten Giebel mit freiem Blick in Richtung Havel“, sagt Amtsdirektor Guido Müller. Die Bürger werden in der öffentlichen Anhörung im Verfahren noch um ihre Meinung gefragt, ergänzt Bürgermeister Noack, allerdings sei der B-Plan zulässig, weil im gültigen Flächennutzungsplan ein Sondergebiet für Tourismus ausgewiesen ist.

Der Uferweg werde in jedem Falle frei zugänglich für jedermann bleiben, verspricht Müller, es sei ohnehin eine geschützte Flora-Fauna-Habitat-Zone. Irritationen gab es zur Aussage „freier Blick auf die Havel“. „Heißt dies, unser Uferwald soll gerodet werden?“, fragt Carsten Muschol. Das wurde verneint, allerdings wies ein Anwohner darauf hin, dass entlang des Weges ohnehin nur „todkranke Rüster“ (Ulmen) stehen.

Sondergebiet „Ferienpark“

Das Sondergebiet „Ferienpark“ ist 3,4 Hektar groß.

Etwa 60 Bungalows mit bis zu jeweils 60 Quadratmeter Wohnfläche sind geplant, Terrassen haben maximal 20 Quadratmeter.

Das Veranstaltungs- und Sanitärgebäude darf maximal 200 Quadratmeter Nutzfläche haben.

Rezeption und Fahrradwerkstatt umfassen höchsten 160 Quadratmeter.

Ein Saunagebäude mit 70 Quadratmetern ist zulässig.

Alle Stellplätze müssen innerhalb des Plangebietes angeordnet werden.

Bis 2017 wolle der Brandenburger Investor die Siedlung fertighaben, informiert Noack. Dieser habe die Fläche direkt von der BVVG erworben, die Stadt habe keine Chance zum Mitbieten gehabt. Er habe auch in dem Wissen gekauft, dass in der Erde wahrscheinlich noch viele Schuttreste von den ehemaligen Silos stecken, die beräumt werden müssten. Der Erwerber stelle die Häuser in Fertigteil-Bauweise in Kirchmöser selber her, montiere sie vor Ort und verkleide diese mit Holzfassaden.

Zudem plane er noch eine kleine Anlage mit zwei Stegen an der Havel, hier sollen aber nur Wassertouristen mit nichtmotorisierten Booten anlegen können.

Von André Wirsing

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