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Brandenburg/Havel Betrüger legt hellhörige Rentner doch noch rein
Lokales Brandenburg/Havel Betrüger legt hellhörige Rentner doch noch rein
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16:21 30.05.2018
Das Archivbild zeigt nicht die Brandenburger Rentnerin, die am Dienstag Opfer des Enkeltrickbetrügers geworden ist. Quelle: dpa
Brandenburg/H

Schon wieder haben Betrüger mit dem „Enkeltrick“ erfolgreich mehrere tausend Euro Bargeld erbeutet, berichtet die Polizei. Geschädigt ist ein älteres Ehepaar aus Brandenburg/Havel, das sogar Verdacht geschöpft hat.

Am Dienstag gegen 10.45 Uhr ruft ein Unbekannter bei den Eheleuten an und gibt sich als deren Enkel aus. Tatsächlich klingt die Stimme des Anrufers vertraut, daher schöpft die Brandenburgerin zunächst keinen Verdacht.

Erst als der angebliche Enkel 30 000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung forderte, wird die Rentnerin hellhörig und spricht den Anrufer sogar direkt darauf an, dass sich seine Bitte um Geld wie ein „Enkeltrick“ anhöre.

Betrüger behält die Nerven und erbeutet mehrere tausend Euro

Mit sanften Worten beruhigt der vermeintliche Enkel die Dame jedoch und überredet sie, einen Teilbetrag der geforderten Summe an ihn zu übergeben. Die Brandenburgerin hebt daher bei ihrem Kreditinstitut einen fünfstelligen Eurobetrag ab.

Die Polizei bedauert, dass die dortigen Angestellten sie nicht auf die Gefahr eines Enkeltricks hinweisen. Was dann geschieht, folgt dem bekannten Muster. die Frau übergibt das Geld „einer extra Beauftragten Sekretärin ihres angeblichen Enkels, die mit den Scheinen entkommt.

Angebliche Sekretärin ist jung, schlank und deutsch

Die Geldabholerin wird wie folgt beschrieben: etwa 25 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, schlank, brünettes, schulterlanges Haar, deutsches Aussehen (dunkler Typ), akzentfreie deutsche Sprache. Auffälligkeiten wie Brille oder Tattoos sind nicht sichtbar.

Die Polizei rät aus gegebenen Anlass, sich niemals auf solche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer, einzulassen.

Betroffene, die einen solchen Anruf erhalten, sollten niemals den Namen ihres Verwandten mitteilen. Häufig erfragen die Betrüger ihre Opfer am Telefon: „ Ja, erkennst du mich nicht“? Die Geschädigten nennen dann häufig den Namen eines Verwandten, damit geben sie den Betrügern eine Vorlage.

Im Zweifel immer die Polizei verständigen

Im Zweifelsfall ist die Polizei immer froh, wenn sie möglichst frühzeitig informiert wird. Auch die Mitarbeiter von Bank- und Kreditinstituten sollten sensibilisiert sein und sich erkundigen, wenn ältere Bürger eine ungewöhnlich hohe Summe von ihrem Konto abheben wollen.

Jüngeren Leuten empfiehlt die Polizei, auf der Hut zu sein und etwas dazu sagen zu können, wenn Verwandte bei ihnen nachfragen und sich einen Rat holen wollen. Denn es kam in der Vergangenheit vor, dass Senioren aus Scham nicht bei der Polizei anriefen, sondern Rat in der Familie gesucht haben.

Von Jürgen Lauterbach

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