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Bezahlte Feuerwehr soll Rettung bringen

Antrag an den Kreistag Bezahlte Feuerwehr soll Rettung bringen

Erste Kommunen in Potsdam-Mittelmark richten Vollzeitstellen für Feuerwehrleute ein. Doch reichen Einzelfälle, um die Nachwuchsprobleme bei ehrenamtlichen Brandschützern aufzufangen? Die Kreistagsfraktion von FDP/BiK-BiT fordert Landrat Wolfgang Blasig (SPD) auf, den Bedarf an hauptamtlichen Kräften zu prüfen. Doch der Gesetzgeber hat etwas dagegen.

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Werders hauptamtlicher Stadtwehrführer Robert Teschke.

Quelle: J. Stähle

Mittelmark. Mit Robert Teschke (39) leistet sich Werder erstmals einen hauptamtlichen Stadtwehrführer. Der gebürtige Potsdamer organisiert Lehrgänge, leitet Einsätze und kümmert sich um den Papierkram für den Brandschutz. Mit allen Ortswehren zählt die Werderaner Wehr rund 120 Mitglieder.

Feuerwehrleute beruflich an die Kommune zu binden, versuchen auch andere Orte in Potsdam-Mittelmark. Freie Jobs in Bauhöfen, Verwaltungen oder als Gemeindearbeiter werden nicht selten mit der Zugehörigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr verbunden. Kloster Lehnin hat sich die Einstellung eines hauptamtlichen Technikwartes auf die Fahne geschrieben. Doch reichen Einzelfälle, um die Nachwuchsprobleme bei den ehrenamtlichen Brandschützern auszugleichen?

„Nein. Die Feuerwehren sind ausgedünnt und arbeiten am Limit“, ist Peter Weis (FDP/BiK-BiT) überzeugt. Der Kreistagsabgeordnete aus Kleinmachnow verteidigte am Dienstag im Finanzausschusses einen Beschlussantrag seiner Fraktion an den Kreistag, der am 8.Dezember tagt. Darin wird Landrat Wolfgang Blasig beauftragt, den Bedarf von hauptamtlichen Kräften für die Einsatzbereitschaft der Stützpunktfeuerwehren zu prüfen. Außerdem soll der Kreis mit Land und Bund über die Finanzierung einer hauptamtlichen Einsatzbereitschaft an Autobahnen und Bundesstraßen in Potsdam-Mittelmark verhandeln. Für Debra Reußner, Fachbereichsleiterin für Sicherheit, Ordnung und Verkehr, ist dieser Antrag für den Landkreis schlichtweg nicht umsetzbar. Denn der Gesetzgeber hat die Kommunen mit dem Brand- und Katastrophenschutz beauftragt. „Der Landkreis leistet gerne Hilfe. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Bürgermeister in ihre Gefahrenabwehrpläne hineinreden lassen“, sagte die Fachbereichsleiterin bei der Finanzausschusssitzung.

Sie verwies auf die Stützpunktfeuerwehren mit ihren hoheitlichen Verantwortlichkeiten entlang der Autobahnen. Bisher habe sich keine Kommune an den Kreis gewandt, weil sie ihre gesetzlich übertragenen Aufgaben nicht erfüllen könne, so Reußner. Als Fachkraft des Landrates sei der Kreisbrandmeister jederzeit Ansprechpartner sollte es in einem Ort Probleme geben.

Doch Kreisbrandmeister Herbert Baier konnte in seinem jüngsten Tätigkeitsbericht auch nur den niedrigsten Mitgliederstand bei den Freiwilligen Feuerwehren feststellen. Gab es 2009 in den rund 150 Wehren fast 4700 Feuerwehrleute, waren es 2015 noch knapp 3400 Männer und Frauen. Im Finanzausschuss fand der Prüfauftrag an den Landrat jedenfalls nur wenig Zustimmung. Der Vorstoß von FDP/BiK-BiT wurde mehrheitlich abgelehnt.

Von Frank Bürstenbinder

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