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Brandenburg/Havel Neuer Nachbar: Biber fällt die ersten Bäume im Fenn
Lokales Brandenburg/Havel Neuer Nachbar: Biber fällt die ersten Bäume im Fenn
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21:31 21.02.2018
Wanderwegewart Konrad Müller zeigt die Spuren des Bibers im Damsdorfer Fenn. Quelle: Lum
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Damsdorf

Am Damsdorfer Fenn wird fleißig gebaut. Die Lage ist fantastisch und alles was zum Leben gebraucht wird, findet sich direkt vor der Haustür. Nur wo genau das neue Eigenheim entsteht, haben die Nachbarn noch nicht erspäht.

Die Spuren sind aber eindeutig: gefällte Bäume, abgenagte Rinde und Zeichen eines kleinen Weges, an dem der Häuslebauer von einem Gewässer ins nächste wechselt. „Damsdorfer Angler, die regelmäßig am Fenn fischen, haben den Biber aber schon zu Gesicht bekommen“, erklärt Konrad Müller, der ehrenamtlich als Wanderwegewart in Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) unterwegs ist.

Da Biber nachtaktiv sind und einem höchstens in der Dämmerung einmal zufällig über den Weg laufen könnten, ist es schwer genaue Beobachtungen zu machen. Durch die bereits gemachten Sichtungen lassen sich aber einige wenige Schlussfolgerungen ziehen.

„Seit etwa einem Jahr ist ein einzelner Biber am Fenn aktiv, aber in den letzten Wochen scheint sich ein zweiter dazugesellt zu haben“, berichtet Müller. Sollte sich jetzt das richtige Pärchen gefunden haben, könnten die beiden auch an Familienplanung denken.

Der Biber nagt Pappeln und Weiden an. Wanderwegewart Konrad Müller und Hündin Paula im Damsdorfer Fenn. Der einstige Torfstich ist heute ein Angelgewässer mit Naturbadestelle. Quelle: Christine Lummert

„Ich habe miterlebt, wie das Fenn entstanden ist“, sagt Müller. „In meiner Kinderzeit war das unsere Spielwiese.“ Erst später wurde dort für die GPG in Damsdorf Torf abgebaut und die Grube hat sich mit Wasser gefüllt.

„Ein Graben mit einem Abfluss zu den Emstergewässern existierte aber schon vorher“, erklärt Müller. Über diesen Weg werden die Biber jetzt auch ins Damsdorfer Fenn gefunden haben. An der Verbindungsstelle von Netzener See und Emsterkanal war schon vor einigen Jahren eine Biberburg entdeckt worden.

„Vielleicht stammt ein Damsdorfer Biber von dort, denn der Nachwuchs zieht ja irgendwann auf der Suche nach einem neuen Revier weiter“, vermutet Müller. Im Fenn hat er es wohl gut getroffen. Pappeln und Weiden scheinen ihm zu schmecken.

Von Christine Lummert

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