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Brandenburg/Havel Bibliothek im Bauwagen
Lokales Brandenburg/Havel Bibliothek im Bauwagen
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00:25 29.07.2015
Auch Handarbeiten gab es in Päwesin zu bestaunen. Quelle: Foto: Christine Lummert
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Päwesin

In diesem Jahr mussten die Giraffen zum Kunst- und Kulturfest in Päwesin auf dem Boden bleiben. Eigentlich zeigen sie sonst hoch oben im Storchennest vor der Kirche immer an, wenn in Päwesin für ein Wochenende im Sommer die kreativen Ideen sprudeln. „Wir haben die Giraffe seit der ersten Ausgabe unseres Festes vor vier Jahren zum Maskottchen gemacht“, erklärte Mitorganisatorin Katrin Werlich. Anlass war die verrückte Idee, dass die Störche wieder nach Päwesin kommen, wenn sie einen Vertreter aus ihrer zweiten Heimat Afrika im Dorf finden. Anscheinend hat der abseitige Gedanke Wirkung gezeigt. Ein Storch rastet jetzt immer in dem Nest, dass sonst die Giraffe in Besitz hat.

Hereinspaziert in die Bauwagen-Bibliothek! Quelle: C. Lummert

Die Maskottchen des Festes blieben diesmal also auf der Erde und wiesen den Besuchern den Weg in den Hof der Bauernstube und in den benachbarten Pfarrgarten. Dort drehte sich in diesem Jahr alles um Literatur und Musik.

Literatur, Tanz und Musik

Zur Begrüßung konnten Katrin Werlich und Bürgermeister Hubertus Kühne gleich zwei Neuheiten für Päwesin präsentieren. Benjamin Muirhead hat ein altes Klavier für die Bauernstube gespendet. Anii nutzte es sofort zu einem kleinen Konzert mit lateinamerikanischer Musik.

Außerdem gibt es jetzt eine kleine mobile Bibliothek in einem umgebauten Bauwagen, die nach dem Prinzip „geben und nehmen“ funktioniert. „Wir haben als Grundstock schon einige Bücherspenden, DVDs und CDs in die Regale eingeordnet und wer dort etwas Interessantes für sich findet, denn bitten wir, dieses gegen etwas aus dem eigenen Bücherregal auszutauschen“, erklärte Werlich.

Literarisch ging es weiter im Pfarrgarten und in der Kirche, in dem sieben Hobbyautoren aus der Region eine Kostprobe ihrer Werke vor einem interessierten Publikum lasen. Weiter ging es dann mit einer szenischen Lesung in der Kirche, in der Reimund Groß aus Herta Müllers Stück „Das Dorf war auch immer so groß“ vortrug und am Klavier von Michael Rettig begleitet wurde. Getanzt wurde zur Musik von der Live-Band „Bloody Kalinka“, bevor es zum Abschluss kurz vor Mitternacht zurück in die Kirche zu einer kleinen Nachtmusik ging.

Von Christine Lummert

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