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Brandenburg/Havel Bienenfleißig: Kleingärtner siedeln Insekten an
Lokales Brandenburg/Havel Bienenfleißig: Kleingärtner siedeln Insekten an
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00:20 25.08.2017
Besucher werfen einen Blick in den Bienengarten des Vereins „Neues Leben“. Quelle: Jürgen Krumnow
Brandenburg/H

In den vergangenen 70 Jahren ihres Bestehens haben die Mitglieder des Brandenburger Gartenvereins „Neues Leben“ auf der 15 000 Quadratmeter großen Fläche eine über viele Monate des Jahres blühende Oase inmitten der Stadt geschaffen. Die Anlage in der Koppehlstraße fordert mit ihrer geballten Blumenpracht und dem satten Grün zu einem Spaziergang geradezu heraus. Außerdem ist die Anlage eine Börse für Tipps und Kniffe aller Art. Hier können selbst gestandene Kleingärtner noch etwas voneinander abschauen.

„So wünschen wir uns das und fördern es“, sagt Lothar Hahn, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Gartenfreunde. Doch das Gartenwesen sei schon längst nicht mehr so, wie es sich die Gärtner in der Gründerzeit der Anlagen einmal vorgestellt haben, analysiert Lothar Hahn und verweist dabei auf Schulgärten, Behindertengärten, Rosengärten und andere Projekte.

Der Gartenverein „Neues Leben“ ist einen solchen Schritt gegangen und hat sich beispielsweise für einen Lehrgarten, einen Sozialgarten und einen Bienengarten entschieden. Der Lehrgarten stellt gewissermaßen eine Weiterbildungsakademie dar.

Gleich neben dem Vereinsheim gelegen und so auch für Winterseminare geeignet, werden im Lehrgarten von Fachleuten am Objekt Kennnisse im Obstbaumschnitt vermittelt, wird über Sämereien, Dünger, Schädlinge und Pflegearbeiten informiert. Bei den Zusammenkünften haben die Gartenfreunde Gelegenheit, sich mit Experten oder untereinander auszutauschen. Gewissermaßen eine Börse für Tipps und Kniffe.

Etwas Besonderes ist auch der Bienengarten. Der wird von dem 25 Jahre alten Daniel Dettloff betreut. Mitglieder des Vorstandes haben dem für seine Tierliebe bekannten jungen Mann vor einigen Jahren den Vorschlag unterbreitet, einen solchen Garten einzurichten.

Mit Hilfe von Züchtern des Bienenzüchterverbandes wie Wolfhardt Mallasch bekamen so sechs Völker im Verein „Neues Leben“ eine neue Heimat und die Königinnen ein Reich.

Gegenwärtig zählen die sechs Völker jeweils 50 000 bis 60 000 Bienen. „Wir haben im Bienengarten zwar besonders bienenfreundliche Kräuter ausgesät, doch in den Gärten rundum findet sich alles, was Bienen mögen“, erklärt Daniel Dettloff. Er darf sich inzwischen wohl zu den kundigen Züchtern zählen. Dettloff schätzt, dass in den vergangenen Jahren in der Gartenanlage „Neues Leben“ dank des Bienenfleißes die Erträge gestiegen sind.

Mehrmals in der Woche sucht er den Bienengarten auf und schaut nach seinen Völkern, Pflegearbeiten eingeschlossen. Inzwischen hat er auch schon den Wintervorrat eingesammelt, mit dem in der kalten Jahreszeit den Bienen das Überwintern erleichtert wird, das sie sonst allein besorgen.

Wie in jedem anderen Garten des Vereins, wird auch im Sozialgarten gesät, gejätet und schließlich geerntet. Seit etwa drei Jahren versammeln hier Susann Hertel und Jana Klee vom Verein „Lebensträume“ in der Grünen Aue gehandicapte Menschen um sich und verrichten Gartenarbeit von A bis Z. Für manchen der jungen oder älteren Menschen ist das neu, für andere sind das Erinnerungen an Tätigkeiten aus einer vergessenen Zeit.

„Das soll etwas anderes sein, als in der Einrichtung immer nur spielen und spielen“, beschreibt die 47 Jahre alte Sozialarbeiterin Jana Klee die Idee. „Wir machen den Garten erlebbar, freuen uns gemeinsam über das Wachsen und Blühen und ernten schließlich die Früchte unseres Fleißes“, erzählt die vom Projekt begeisterte Susann Hertel.

Wie bei anderen Gärtnern werden die Früchte gemeinsam verwertet oder eingekocht, damit man sich im Winter daran freuen kann. „Und sich erinnern“, sagen beide Frauen wie aus einem Mund.

Von Jürgen Krumnow

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