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Biker feiern Sommerfest in Gollwitz

Motorradklub Seth Typhon Biker feiern Sommerfest in Gollwitz

Chrom, PS und dröhnende Motoren: Der Brandenburger Motorradklub Seth Typhon hatte am Wochenende zu seinem 21. Treffen in den Ortsteil Gollwitz eingeladen. Mehr als 1000 Gäste kamen auf die Festwiese zu den Konzerten am Samstagabend. Und die harten Kerle hatten sich eine besondere Überraschung für einen kleinen Gollwitzer zu dessen siebten Geburtstag ausgedacht.

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Ein Biker mit Maschinen beim Treffen in Gollwitz.
 

Quelle: Tobias Nandelstädt

Gollwitz.  „Wir freuen uns über jeden Gast hier.“ Zufrieden blickt sich Club-Präsident „Branntkanne“ auf dem Partyplatz in Gollwitz um. Bei bestem Sommersonnen-Wetter feierte der Brandenburger Bikerclub „Seth Typhon MC“ am Wochenende bereits zum 21. Mal sein „Rock and Bike“-Sommerfest. Besonders harmonisch ist die Beziehung der Biker zu den Bewohnern des Brandenburger Ortsteils Gollwitz.

Zahlreiche Bands traten auf, das kühle Bier rann durch die durstigen Kehlen der Biker und der angrenzende See lud zum Baden ein. Kurz: Die Stimmung beim Sommerfest in Gollwitz hätte besser nicht sein können. Mehrere Hundert Biker – viele von befreundeten Clubs aus der ganzen Republik – hatten sich das Wochenende auf dem Partyplatz in Gollwitz eingefunden. Die kleine Zeltstadt war erfüllt vom Dröhnen der Motoren, lauter Musik und dem Lachen der Biker.

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Chrom, PS und harte Rhythmen: Mehr als 1000 Besucher kamen am Wochenende in den Brandenburger Ortsteil Gollwitz zum Bikertreffen. Eingeladen hatte der Seth Typhon MC aus Kirchmöser.

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Besonders erfreulich ist das entspannte Verhältnis zwischen den alljährlich campenden Bikern und den Bewohnern in Gollwitz. Wie gut dieses ist, ließ sich auch an den vielen Gollwitzern ablesen, die sich am Spektakel der chromblitzenden Chopper und Motorräder erfreuten und sich unter die Club-Mitglieder gemischt hatten. „Wir freuen uns jedes Jahr, dass unsere Biker hier sind“, sagte Anwohnerin Jana Birnbaum, „hier gibt es nie Ärger.“

Die Polizeisprecherin war privat zusammen mit ihrem Sohn Jack Ernecke zum Festplatz gekommen, der am Sonntag seinen siebten Geburtstag feierte. Spontan hatte sie gemeinsam mit dem langjährigen Seth Typhon-Mitglied Hartmut Fricke eine tolle Idee für eine Geburtstagsüberraschung. Motorrad-Fan Jack durfte exklusiv auf dem schweren Krad eine Ausfahrt mit Hartmut machen. „Ein bisschen Angst hatte ich schon, als er so schnell gefahren ist“, berichtet Jack nach der Spritztour. Begeistert war er dennoch, am liebsten würde er „sofort nochmal fahren“. So entspannt gehe es hier immer zu zwischen den Gollwitzern und den Bikern, sagt Jana Birnbaum. „Als Dankeschön dafür, dass wir hier immer mit offenen Armen empfangen werden, haben die Gollwitzer Einwohner bei uns alle freien Eintritt“, sagt Club-Mitglied Borsti alias Christian. Die Offenheit des Motorradclubs spiegelt sich besonders im Umgang mit Außenstehenden wieder: Jeden Freitag ab 19 Uhr gibt es einen offenen Abend im Clubhaus in der Zanderstraße.

Bereits am Freitagabend hatte der 1993 gegründete Biker-Club das Treffen mit einem Konzert der Band Ray Pan Tera eingeläutet. Rund 300 Besucher hatten sich dazu eingefunden. Am Samstag vormittag ging es dann traditionell zur repräsentativen Ausfahrt. Mit 55 Motorrädern knatterte der „Seth Typhon MC“ durch die Brandenburger City, nach Premnitz und zurück. Nach einigen obligatorischen Biker-Spielen wie Tauziehen gab es beim gemütlichen Grillen am Nachmittag Zeit, sich auszutauschen und die späten Neuankömmlinge willkommen zu heißen. Der unmittelbar am Zeltplatz gelegene See bot bei Temperaturen um die 30 Grad eine willkommene Abkühlung.

Richtig hoch her ging es dann am Samstagabend. Vor allem die zahlreichen Bands heizten in der etwas kühleren Atmosphäre dem zahlenden Publikum nochmal so richtig ein. Mehr als 1000 Gäste hatten sich vor der Bühne eingefunden, um die Bands Call me later, Paternoster und Haudegen zu sehen und vor allem zu hören. Die bekannte Deutsch-Rock Band aus Berlin überzeugte mit dem von ihnen selbst als „Gossenpoesie“ bekannten Mix aus emotionalen Texten und hartem Rock. „Wir haben im Vergleich zum Jubiläumsjahr diesmal noch einen draufgesetzt“, freute sich der Club-Präsident Branntkannte , der wie alle anderen Mitglieder nur mit seinem Spitznamen angesprochen wird und seinen bürgerlichen Namen in diesem Zusammenhang als „völlig unwichtig“ bezeichnet.

Von Tobias Nandelstädt

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