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Bilderreise durch Großbritannien

Brandenburg an der Havel Bilderreise durch Großbritannien

„Bekanntes und Unbekanntes – zu Gast in Britannien“, lautet der Titel einer Ausstellung, die derzeit auf den drei Etagen der Volkshochschule in Brandenburg an der Havel für jedermann geöffnet ist. Der Hobbyfotograph Erich von Paschke entführt die Besucher mit einer Auswahl von 129 Bildern auf eine Reise in die Landesteile Englands, Schottlands und Irlands.

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Kurator Harmut Hilgenfeldt, 67 (l.), Erich von Paschke, 80, (M.) und VHS-Direktor Matthias Wessel, 46, zur Vernissage der neuen Fotoausstellung in der Volkshochschule Brandenburg.

Quelle: Charlotte Klimas

Brandeburg/H. „Wenn ich mir meine Fotos anschaue, ist es, als würde ich die Reisen noch ein zweites Mal durchleben“, sagt Erich von Paschke beim Betrachten seiner Werke. Ob Straßenszenen aus der einst von den Römern gegründeten Bäderstadt Bath, Englische Schlösser vor farbenprächtigen Rhododendrontälern, Weitwinkelaufnahmen der Bucht von Douglas auf der Isle of Man oder Eichenfässer vor schottischen Whiskybrennereien – es scheint, als habe der 80-Jährige kein einziges Motiv des Inselstaates ausgelassen.

„Bekanntes und Unbekanntes – zu Gast in Britannien“, lautet der Titel seiner Ausstellung, die derzeit auf den drei Etagen der Volkshochschule in Brandenburg an der Havel für jedermann geöffnet ist. Der Hobbyfotograph entführt die Besucher mit einer Auswahl von 129 Bildern auf eine Reise in die Landesteile Englands, Schottlands und Irlands.
Bekanntes – das seien Sehenswürdigkeiten, von denen der gebürtige Brandenburger bereits vor seiner ersten Reise auf die Britischen Inseln im Jahr 2002 eine Vorstellung gehabt habe: „Den Big Ben hatte ich schon oft auf Fotos gesehen, aber das Madame Tussauds von innen habe ich erst dort kennen gelernt“, erklärt von Paschke. Dabei deutet er auf ein Foto des Ebenbildes von Charlie Chaplin im Wachsfigurenkabinett.

Nach dem Zusammenbruch der DDR nutzte der Rentner die Chance und besuchte mit seiner Frau einen Englischkurs des Vereins Engagiertes Leben. Nachdem das Ehepaar auch sein Interesse für die Kultur Großbritanniens entwickelt hatte, folgte im Jahr 2002 die erste organisierte Bustour durch Südengland.„Meine Frau kann besser Englisch sprechen, deshalb überlasse ich ihr die Konversationen“, sagt Paschke, „ich bin da eher etwas ruhiger und schaue dafür lieber durch die Kamera.“ Auf den Ausflügen sei man als Reisefotograf nach spätestens zehn Minuten völlig alleine, erzählt der zweifache Vater und Großvater und lacht. Auf weiteren Reisen nach Schottland und London entsteht eine umfassende Dokumentation der Britischen Inseln.

In seiner Jugend sei der studierte Ingenieur das erste Mal mit der Fotografie in Berührung gekommen. Damals habe er mit der Kleinbildkamera Welti die Liebe zum Detail gefunden und die Bilder selbst entwickelt und vergrößert. Nach Praktica-Modellen und der Hasselblad aus Schweden öffnete sich von Paschke mit 72 Jahren dann doch noch der Digitalfotografie. Als einer der ersten Mitglieder des 1995 neu gegründeten Fotoclubs der Volkshochschule trifft er sich bis heute wöchentlich mit Gleichgesinnten zu Fotoexkursionen und regen Gesprächsrunden über die Arbeiten. Anlässlich des 80. Geburtstags des treuen Mitglieds schlägt Siegmund Petereit, Fotografielehrer der VHS und ebenfalls Kollege im Fotoclub, eine Sonderausstellung mit Bildern von Erich von Paschke vor. In Zusammenarbeit mit seinem Kurator Hartmut Hilgenfeldt, 67, habe von Paschke seit Frühjahr die Auswahl der Bilder und deren Bearbeitung für die Vernissage vorbereitet.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 7.30 bis 20.30 Uhr geöffnet und läuft bis zum 14. Juni.

Von Charlotte Klimas

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