Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel In Hohenstücken startet Bildungsinitiative
Lokales Brandenburg/Havel In Hohenstücken startet Bildungsinitiative
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:03 11.09.2018
Die 6a der Grimm-Grundschule freut sich mit Schulleiterin Birgit Schiller (r.) auf das große Bildungsprojekt. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

Auf der Suche nach Ideen für die eigene Einrichtung sind Schulleiter immer. „Als ich vor einiger Zeit gelesen habe, dass von der Berliner Rütli-Schule die ersten Abiturienten abgegangen sind, wurde ich neugierig“, sagt Birgit Schiller, die seit vier Jahren die Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hohenstücken leitet.

Vor zwölf Jahren ist die Rütli-Schule deutschlandweit durch einen Brandbrief des Lehrerkollegiums bekannt geworden. Dort herrschten damals chaotische Zustände, aber innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Schule im Problemkiez zu einer Vorzeige-Einrichtung entwickelt, die jetzt gezielt von Eltern angewählt wird.

„Die Frage war natürlich: wie haben die das geschafft und können wir von dem Erfolg etwas für unseren eigenen Schulstandort in Hohenstücken lernen, an dem Kinder durch verschiedene soziale Faktoren ebenfalls benachteiligt sind“, sagt Schiller.

Die Antwort liegt in dem Bildungsnetzwerk „Ein Quadratmeter Bildung“, dass von der Freudenberg-Stiftung sowie weiteren Trägern in der Berlin-Neukölln ins Leben gerufen wurde und das inzwischen in anderen Städten ebenfalls erfolgreich läuft.

Am Donnerstag kommt mit „Ein Quadratmeter Bildung Brandenburg an der Havel“ der elfte Standort in Deutschland dazu. Im Fokus steht der Stadtteil Hohenstücken mit der Grimm-Schule im Fokus. Neben der Freudenberg-Stiftung sind die Brandenburger Bürgerstiftung, die Stadt, das Land und die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg als Unterstützer dabei und finanzieren die Initiative, die über einen Zeitraum von zehn Jahren laufen wird.

Tim Freudenberg aus dem Vorstand der Brandenburger Bürgerstiftung erklärt den Ansatz: „Lokale Akteure analysieren die Situation vor Ort und entwickeln gemeinsame Maßnahmen, um die Bildungschancen für alle Kinder zu verbessern.“ Wie das im einzelnen funktionieren kann, haben sich Birgit Schiller und Sabrina Kremzow, die Schulsozialarbeiterin der Grimm-Schule, in Neukölln und Neubrandenburg angeschaut.

„Dort gibt es zum Beispiel jahrgangsübergreifenden Unterricht oder die Arbeit mit Portfolios, in denen jedes Kind speziell auf seinen Leistungsstand zugeschnittene Aufgaben findet und so ganz individuell gefördert wird“, sagt Schiller. Besonders wichtig wird die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Stadtteil sein. „Das Projekt hat ja eine längere Anlaufzeit und in der Vorbereitung auf den offiziellen Starttermin wurde schon deutlich, dass engere Kontakte zwischen Kitas, Schulen, der Nachmittagsbetreuung und weiteren engagierten Trägern gewachsen sind“, sagt Kremzow.

Während bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag in der Johanniskirche in Workshops eifrig Ideen gesammelt werden, ist ein konkretes Projekt schon in Planung. „Die Wobra wird in Hohenstücken Räume zur Verfügung stellen, in denen eine Pädagogische Werkstatt eingerichtet werden soll“, sagt Schiller. Dort wird sich dann eine hauptamtliche Mitarbeiterin um die Vernetzung der Bildungsprojekte kümmern.

Von Christine Lummert

Einst waren sie ein Paar, Dienstagnacht ist der Streit zwischen zwei Brandenburgern beim Gassi gehen eskaliert. Der Ex-Freund taucht hinter einem Altglascontainer auf, schlägt zu und raubt den Hund.

11.09.2018
Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel - Suche nach Gemeinsamkeiten

Hochrangige chinesische Kulturverwalter informieren sich einen Tag lang über Denkmalschutz und Archäologie in Brandenburg und schlussfolgern überraschend, das die Völker gar nicht so verschieden sind.

11.09.2018

20 gleichgeschlechtliche Ehen hat das Brandenburger Standesamt im ersten Jahr des neuen Eherechts bisher geschlossen. 30 Lebenspartner habe ihre Verbindung in eine Ehe umwandeln lassen.

11.09.2018