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Brandenburg/Havel Billard-EM: Max Gabel will den Sieg
Lokales Brandenburg/Havel Billard-EM: Max Gabel will den Sieg
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11:13 28.04.2017
Eine Frage der Konzentration: Max Gabel bereitet sich gewissenhaft auf den nächsten Stoß vor. Quelle: Achim Gharbi
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Brandenburg/H

Der 19-jährige Max Gabel tritt am Wochenende bei der Billard-Europameisterschaft im Brandenburger Stahlpalast an. Nebenbei beendet er noch seine Ausbildung zum Medientechnologen Druck.

,,Das ist natürlich ziemlich stressig“, wie er selbst sagt. Eines von beidem aufzugeben wäre jedoch keine Option. Schließlich hat der ehrgeizige Neuruppiner große Ziele in seinem Sport. Und seien diese auch noch so realistisch, wird keiner seiner Erfolge zum Lebensunterhalt beitragen. Denn im Gegensatz zu Ländern wie Italien oder Korea, wo Billard als Volkssport betrieben wird, ist es in Deutschland noch immer als Kneipenzeitvertreib verrufen. Eine Sportart, die klischeehaft nur von alten, trinkenden Männern in verrauchten Bars gespielt wird. Dementsprechend lässt sich damit hierzulande auch kein Geld verdienen. Einem jungen Menschen bietet das vermeintlich wenig Anreiz, diese Sportart auf Leistungsniveau zu betreiben.

Für Billard hat Max mit dem Fußball spielen aufgehört

Max Gabel scheint da anderer Meinung zu sein. Für ihn steht der Spaß im Vordergrund. Gefolgt von seinem Ehrgeiz und der Begeisterung für den Sport, die bereits zu Grundschulzeiten begann. Ausgelöst durch einen Pool-Billard-Tisch in seinem Hort. ,,Der war direkt neben der Grundschule. Deshalb haben wir uns in den Pausen immer dort aufgehalten und Billard gespielt.“, erzählt der mittlerweile mehrfache deutsche Jugendmeister.

Was die meisten Zehnjährigen als reines Pausenvergnügen abgehakt hätten, machte Gabel zu seiner Leidenschaft. Zunächst in einer Arbeitsgemeinschaft seiner Grundschule, später dann beim MSV Neuruppin. Fürs Billard habe der Arsenal-Fan sogar mit dem Fußball spielen aufgehört. ,,Das ist ja auch eher ungewöhnlich“, sagt er lachend. Der Spaß und die Aussicht auf Erfolg hätten im Billard jedoch überwogen.

Man braucht mentale Stärke am Billardtisch

Und dennoch geht er für die Erfolge noch ab und zu auf den Fußballplatz. Schließlich spielt Kondition auch am Billardtisch eine Rolle. Sei es auch nur die Nebenrolle. Die Hauptrolle spiele definitiv die mentale Stärke. ,,Man kann soviel Talent und Können haben, wie man möchte, wenn man die mentale Stärke nicht hat, bringt das alles nichts“, sagt Gabel. Das sei anfangs auch sein Problem gewesen. Nach vielen Jahren in der Jugend habe er jedoch gelernt, mit dem Druck umzugehen.

Und zwar auf seine ganz eigene Art und Weise. So nimmt er sich beispielsweise die letzten zehn Minuten vor dem Spiel ausschließlich Zeit für sich selbst. Das helfe ihm, sich besser zu konzentrieren. Zudem sorgen drei bis vier mal Training pro Woche für die nötige Sicherheit. Und wenn gar keine Vorbereitung mehr hilft, sollen ein bestimmtes Hemd und ein Glückscent in der Tasche für den Sieg sorgen. ,,Ich achte schon darauf, genau das Hemd anzuziehen, mit dem ich bereits einmal bei einem größeren Turnier gewonnen habe, auch wenn ich natürlich weiß, dass es eigentlich nichts bringt“, sagt Gabel.

Heimvorteil Brandenburg?

Und dennoch scheint es zu funktionieren. Wenn man sich seine Erfolge so anschaut, ist dies nämlich nicht seine erste Europameisterschaft. So war er bereits vor zwei Jahren zu Gast in Brandenburg an der Havel. Damals wurde es Bronze, diesmal will er sich damit allerdings nicht zufrieden geben. ,,Ich denke schon, dass ich eine realistische Chance habe, Europameister zu werden. Auch mein Bundestrainer hat vor zwei Jahren gesagt, dass er mir die Goldmedaille beim nächsten Mal durchaus zutraut, wenn ich mich noch taktisch verbessere. Daher werde ich natürlich mein Bestes geben, das auch zu erreichen“, sagt der 19-Jährige.

Demnach scheinen seine Chancen gut, sowohl in der Altersklasse unter 21, als auch in der Herrenmannschaft einen Podestplatz zu ergattern. Nicht zuletzt wegen des Heimvorteils, den er sich selbst aufgrund seines kurzen Fahrtweges und der bekannten Kulisse ausrechnet.

Auf die Frage, ob zum Heimvorteil der Fanbus aus Neuruppin zählt, muss er schmunzeln. „Ich denke, ein paar aus meinem Verein und meiner Familie werden auf jeden Fall hier sein.“ Das würde den Druck zwar erhöhen, wäre mittlerweile aber auch nichts Neues mehr für ihn. Schließlich ist dies bei Weitem nicht sein erster Wettkampf und obwohl Gabel im Gegensatz zu seinem Idol, dem Italiener Matteo Gualemi damit nie Geld verdienen wird, sollte man in dem Sport wohl noch eine ganze Weile mit ihm rechnen.

Von Nadin Syrzisko

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