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Brandenburg/Havel Bis zu 40 Prozent mehr Gehalt: ZF wirbt Personal ab
Lokales Brandenburg/Havel Bis zu 40 Prozent mehr Gehalt: ZF wirbt Personal ab
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02:15 08.05.2017
Kfz-Mechaniker und Mechatroniker sind gesucht. Brandenburger Autohäuser und das ZF-Getriebewerk haben Stellen zu vergeben. Quelle: Archiv
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Brandenburg/H

Die Kfz-Branche in Brandenburg/Havel und Umgebung benötigt dringend Fachpersonal. Aktuell haben zwölf Unternehmen der Arbeitsagentur freie Stellen gemeldet, einige Betriebe gleich mehrere auf einmal. „Etliche kleine und mittelständische Unternehmen haben ihre Kräfte an ZF verloren“, berichtet Agenturleiterin Monika Obuch. Das Getriebewerk habe mit seinen Neueinstellungen leistungsstarke Kräfte gezogen, die kleineren Betriebe nun fehlten.

Tino Klitzke war als Kfz-Meister im Service eines Brandenburger Autohauses beschäftigt. Die Arbeit hat ihm Spaß gemacht. Doch dann erfuhr er, dass das ZF Brandenburg für die neue Serienfertigung qualifizierte Mitarbeiter aus der Kfz- oder Metallbranche sucht. Für gutes Geld. Tino Klitzke wechselte.

Brutto ist nun Netto

„Wenn man ein solches Angebot sieht, dann überlegt man nicht mehr lang“, sagt der Meister seines Faches. Was er zuvor brutto verdiente sei nun sein Nettogehalt. Auch sonst hat er den vor einigen Monaten vollzogenen Wechsel nicht bereut. Das Schichtmodell behagt ihm ebenso wie das Klima an seinem neuen Arbeitsplatz.

Zwar sei der Vertrag bei ZF befristet, doch angesichts des Arbeitsmarktes für Kfz-Mechaniker und -Mechatroniker bereitet dieser Umstand Tino Klitzke keine Sorge.

Einkommensunterschied von 30 bis 40 Prozent

Die Besorgnis liegt auf der anderen Seite, bei den Autohäusern und Kfz-Werkstätten in der Region. Innungsobermeister Alexander Lucht ist zwar nicht selbst betroffen, weiß aber von mehreren Kollegen, deren Fachkräfte abgeworben wurden. „ZF zahlt andere Gehälter, da können wir nur schwer mithalten“, räumt Lucht ein.

Da das Getriebewerk seine Beschäftigten am Jahresende auch noch am Gewinn beteiligt, kann der Einkommensunterschied bei 30 bis 40 Prozent liegen. Das lockt dann vielleicht auch einen langjährigen Meister aus der Reserve, wie etwa im Autohaus Weinreich.

Der Kfz-Mittelstand in Leipzig ist Abgänge wie jetzt in Brandenburg schon gewohnt. „Wenn Porsche oder BMW dort etwas Neues einführt, geht bei den Kollegen in Leipzig schon die Angst um“, berichtet der Innungsobermeister. „So extrem wie in Brandenburg ist es an keinem anderen unserer sieben Standorte“, berichtet Uwe Beckmann, Prokurist beim Autohaus Brüggemann.

Der Chef schraubt wieder selbst mit

Drei von sechs Kfz-Fachkräften lag ein Einstellungsangebot von ZF vor. Zwei wechselten tatsächlich, weil die Gehälter dort „außerhalb unserer Reichweite“ liegen, wie Beckmann sagt. Einen Kfz-Mechaniker konnte das Autohaus Brüggemann halten, indem es dessen Gehalt „nachbesserte“. Das Autohaus ist froh, immerhin einen neuen Mitarbeiter schon gefunden zu haben.

Das ist im Kfz-Meisterbetrieb Henry Cerny in Marzahne anders. Dort schraubt der Chef wieder selbst, seit nur ein Mechaniker übrig blieb und die beiden anderen nach etlichen Jahren im Betrieb zu ZF und ins Elektrostahlwerk wechselten. „Wir suchen noch jemanden, aber es ist gerade nicht so leicht“, berichtete Jeanette Menzel, die Ehefrau des Meisters. Dabei zahle der Betrieb gut bei freiem Mittagessen und freien Getränken.

Seit dem vergangenen Herbst hat ZF in Brandenburg 250 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt, in der Regel Facharbeiter der Metallbranche und artverwandter Berufe.

Von Jürgen Lauterbach

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