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Blasig: Damsdorfer Kaserne „alternativlos“

Kreis stellt sich auf Verhandlungen mit Kloster Lehnin ein Blasig: Damsdorfer Kaserne „alternativlos“

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) reagiert auf Spekulationen über die Zukunft der Damsdorfer Kaserne: Der Landkreis müsse sich auf Verhandlungen mit Kloster Lehnin als neue Eigentümerin einstellen. Bernd Kreykenbohm, Bürgermeister der Gemeinde, bekräftigte am Freitag, dass sich die Gemeinde ihrer Verantwortung bei der Aufnahme von Flüchtlingen bewusst sei.

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Die ehemalige Kaserne.
 

Quelle: JACQUELINE STEINER

Kloster Lehnin.  Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) geht davon aus, dass sich die Gemeinde Kloster Lehnin ihrer Verantwortung für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern bewusst ist. Der MAZ sagte der Verwaltungschef am Freitag: „Wenn der Flüchtlingsstrom anhält, wovon derzeit auszugehen ist, bleibt die Damsdorfer Kaserne als Standort für ein Übergangsheim alternativlos.“ Blasig spielte mit seiner Äußerung auf den Kauf des Kasernengeländes durch die Gemeinde Kloster Lehnin an.

Wie berichtet, hatte sich auch Potsdam-Mittelmark um das Areal bemüht, war aber bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) nicht zum Zuge gekommen. Das heiße aber nicht, dass die Damsdorfer Kaserne als Flüchtlingsunterkunft vom Tisch sei, stellte Blasig klar. Der Landrat macht aber keinen Hehl daraus, dass er mit der neuen Entwicklung nicht glücklich ist.

Es muss geredet werden

Der Landkreis wäre gern selbst Eigentümer geworden, um mit Hilfe eines privaten Investors zügig einen Ausbau von mehreren Kasernenblöcken vorantreiben zu können. Nun gebe es mit der Kommune einen neuen Verhandlungspartner, mit dem über die Rahmenbedingungen für eine Flüchtlingsunterkunft geredet werden müsse. Entscheidende Frage dabei ist, wer jetzt in die Herrichtung der Gebäude investiert.

Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm wies am Freitag Spekulationen zurück, wonach der Kauf der Kaserne getätigt wurde, um eine Flüchtlingsunterkunft zu verhindern. „Wir hatten dem Kreis bereits das ehemalige Jugendheim am Gohlitzsee angeboten. Der Kreis lehnte ab. Auch jetzt stehen wir selbstverständlich zu unserer Verantwortung und bieten Gespräche über eine Nutzung der Kaserne an. Alles andere ist dummes Zeug.“

Die Bemühungen der Kommune um den Erwerb des Kasernengeländes, um dort Gewerbe anzusiedeln, laufen seit 2006. Die jetzt fällige Kaufsumme in siebenstelliger Höhe zahlt Kloster Lehnin aus der Rücklage. Die kurzfristig von der Gemeindevertretung gebilligte Ausgabe wird sich in einem Nachtragshaushalt wiederfinden.

Von Frank Bürstenbinder

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