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Brandenburg/Havel Blaulichtgottesdienst: Dank an alle Lebensretter
Lokales Brandenburg/Havel Blaulichtgottesdienst: Dank an alle Lebensretter
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20:15 13.11.2016
Polizeiseelsorger Sven Täuber beim Gottesdienst in Sankt Katharinen in Brandenburg an der Havel. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg an der Havel

Beinahe täglich geraten sie in lebensbedrohliche Situationen: die Angehörigen der so genannten Blaulicht-Familie. Sie schlichten Streit, retten Menschen, kümmern sich um Angehörige am Unfallort, die einen geliebten Menschen verloren haben. Am Samstagabend wurde in der Brandenburger Katharinenkirche aller verstorbenen Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und der Rettungsdienste gedacht und allen lebenden Kollegen gedankt.

„Der Dank an die Einsatzkräfte für ihr Engagement in der Gesellschaft kommt häufig zu kurz“, sagte der Landespfarrer für Notfallseelsorge Stefan Baier. Gemeinsam mit seinem Kollegen Sven Täuber, Landespfarrer für Polizeiseelsorge, führte er durch den Gottesdienst. Ihre Texte und Lieder beschäftigten sich allesamt mit dem Danken und Gedenken. Kantor Fred Litwinski an der Orgel und das Blechbläserquintett des Landespolizeiorchesters begleiteten den Gottesdienst.

Für verstorbene Polizisten und Feuerwehrleute wurden Kerzen entzündet

15 Polizisten und Polizistinnen des Landes Brandenburg sowie drei Feuerwehrleute starben im vergangenen Jahr im Einsatz, zwei weitere ehemalige Feuerwehrmänner starben im Alter von 80 Jahren. Für jeden von ihnen entzündete die Gemeinde jeweils eine Kerze und gedachte der Toten mit einer Schweigeminute. In seiner Predigt sagte Sven Täuber: „Wir trauern um jede, um jeden einzelnen, aber Gott, der das Leben liebt, tröstet: ‚Ich lebe und ihr sollt auch leben!’ Ihre Namen sind in den Himmel geschrieben.“

Im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindehaus luden die Landespfarrer zu Kaffee und Gebäck ein. Die Besucher konnten ins Gespräch kommen: Über ihre verstorbenen Kollegen, über das tägliche Glück, aus gefährlichen Situationen sicher herauszukommen. Jörg Reichelt nahm als Leiter des Einsatznachsorgeteams des Landes Brandenburg an dem Gottesdienst teil. Seine Truppe kümmert sich um Kollegen, die belastende Einsätze verarbeiten.

„Es war ein würdevoller und emotionaler Gottesdienst“, sagte er. „Es war ein Moment, um innezuhalten und darüber nachzudenken, wie schnell das Leben ausgelöscht werden kann oder wie schnell und häufig Einsatzkräfte in Gefährdungslagen kommen können.“ Für ihn ist der Gottesdienst auch eine Art der Wertschätzung aller Kollegen, der verstorbenen und der lebenden.

Von Annika Jensen

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