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Brandenburg/Havel „Große Maschine“
Lokales Brandenburg/Havel „Große Maschine“
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17:36 29.08.2018
An der Evangelischen Grundschule wurde am Mittwoch zum Unterricht in Verkehrssicherheit geladen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

„Was heißt denn eigentlich Lkw ausgesprochen“, fragt die Instrukteurin. Nur ein Steppke aus der 1a der Evangelischen Grundschule meldet sich und verkündet „Große Maschine“. Stimmt ja auch. Lastkraftwagen sind dazu da, große Lasten zu transportieren. Deshalb sind sie groß, schwerfällig und schwer zu überblicken.

Die Kinder durften gleich mal ausprobieren, wie viel der Fahrer von seinem Sitz aus sieht, wie viel Raum der tote Winkel einnimmt und wie hoch und weit weg vom Verkehr unten auf der Straße er sitzt.

Der Blicki e.V. hat sich dem Thema Lkw und Kinder im Verkehr verschrieben. „Spätestens seit dem schweren LKW-Unfall im Januar 2018 in Brandenburg an der Havel, bei dem eine Grundschülerin ums Leben kam, ist die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt. Nach einem Aktionstag zur Verkehrserziehung für rund 300 Brandenburger Grundschüler im März 2018, besuchte das Team des Blicki e.V. am Mittwoch die Evangelische Grundschule“, sagt Vereinsvertreter Dirk Hendler. Die Schulung ist Teil einer Blicki-Aktionswoche an fünf Grundschulen in der Stadt noch bis zum Freitag.

Die Schulen hätten aus eigenem Antrieb sich beim Verein gemeldet, der täglich bis zu 200 Kinder nun in Sachen Verkehr unterweist. „Wir geben jeder Klasse ein Stoff-Känguru und ein Blicki-Tagebuch, mit deren Hilfe die Kinder das Wissen vertiefen können. Es gibt Online-Angebote mit Videos, beispielsweise zum Anhalteweg für Lkw.“

Der Blicki e.V. startete bereits eine Unterschriftenaktion zur Unterstützung der Gesetzesinitiative der Bundesregierung für einen verpflichtenden Lkw-Abbiegeassistenten, demnächst sollen mehr als 1000 Unterschriften an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) übergeben werden. Es gebe bereits einen zuverlässigen Lkw-Abbiegeassistenten, der 40 Prozent der Kreuzungsunfälle verhindern könne - doch nutze ihn fast keiner.

Auch Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) war dabei: „Der Unfall Anfang des Jahres hat mich und die ganze Stadt sehr betroffen gemacht. Wir wollen gemeinsam mit dem Blicki e.V. vorbeugen und den Kleinen zeigen, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen. Das führt auch dazu, dass Eltern und Lehrer sensibilisiert werden, denn auch sie sind Verkehrsteilnehmer.“

Ronald Priebe, Marktdirektor der Mittelbrandenburgischen Sparkasse sagt: „Es ist wichtig, dass Kindern in der Schule vermittelt wird, wie sie sich sicher zur Schule durch den Verkehr bewegen können. Die MBS unterstützt dabei gern gemeinnützige Initiativen wie den Blicki e.V.. So können wir als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unserer Region auch eine Menge zurückgeben."

Und Grundschullehrerin Nadine Lorenz zieht ein überraschendes Fazit: „Ich saß ja heute das erste Mal in einem Lkw. Dass meine ganze Klasse im Toten Winkel verschwunden ist, das hätte ich nicht gedacht. Da sieht man: Praxis ist das A und O.“

Von André Wirsing

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