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Brandenburg/Havel Blitzeis: Am Dienstag Wiederholungsgefahr
Lokales Brandenburg/Havel Blitzeis: Am Dienstag Wiederholungsgefahr
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00:27 08.03.2018
Gut vorbereitet waren die Mebra und die anderem mit Winterdienst beauftragten Firmen in der Stadt auf das Blitzeis. Quelle: Stadtverwaltung
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Brandenburg/H

Die Berliner Verhältnisse mit fehlenden Rettungswagen und unversorgten Patienten sind zum Glück in Brandenburg an der Havel ausgeblieben – auch wenn die Havelstadt am Montagmorgen ebenfalls unter der Blitzeishaube lag.

„In der Stadt gab es am Morgen 24 Rettungsdiensteinsätze, davon zehn wegen Traumata in Folge von Stürzen“, sagt Vize-Feuerwehrchef Uwe Hohn. In der Regionalleitstelle mit Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming waren es 124 Rettungsdiensteinsätze, davon zweimal auf der A 10, um letztlich Hochrasanztraumata – also schwere Verletzungen – auszuschließen.

Die Feuerwehr rückte nur einmal zu einem A-10-Unfall zwischen Wollin und Ziesar aus, nachdem der Unfallwagen geborgen war, mussten lediglich ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden werden.

In der Stadt rollte der Verkehr einigermaßen, im Überlandverkehr gab es Problemen. „Wegen des Blitzeises musste im Raum Bad Belzig, Niemegk, Wiesenburg, Ziesar und Brandenburg an der Havel der Überland-Busverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden“, sagt Regiobus-Chef Hans-Jürgen Hennig. Erst kurz nach 9 Uhr konnte der Liniendienst wieder aufgenommen werden.

Bei den Verkehrsbetrieben Brandenburg gab es kleinere Schwierigkeiten, aber keine Ausfälle. Gegen halb sieben war am Neustädtischen Markt ein Pkw in eine Tram der Linie 2 gerutscht, in Kirchmöser und Wilhelmsdorf waren die Buswendeschleifen komplett vereist. „Unser Fahrer hat 20 Minuten zum Wenden in Wilhelmsdorf gebraucht, weil er nur gerutscht ist“, sagt VBBr-Verkehrsmanager Christian Molowitz. „Teilweise hatten wir auf unseren Buslinien bis zu 15 Minuten Verspätung, die Fahrgäste haben allerdings zumeist verständnisvoll reagiert.“

Mit voller Kapelle waren die Mebra und andere Winterdienstunternehmen seit 4 Uhr im Einsatz. „Wir waren sicher, dass es uns treffen wird mit Blitzeis, doch ein präventives Streuen hätte nichts gebracht“, sagt Mebra-Einsatzleiter Stephan Köpping. Sechs Fahrzeuge waren auf den Fahrbahnen, sechs auf Rad- und Fußwegen unterwegs, sechs weitere Autos brachten die Mitarbeiter zum manuellen Streuen. Die Brandenburger Dienstleistungen BDL waren mit 20 Mitarbeitern im Einsatz. Lange rutschig blieb es faktisch nur auf Pflasterstraßen sowie auf den Gehwegen, an denen Eigentümer ihren Streupflichten nicht nachgekommen waren.

Und die Mebra-Flotte blieb auch nicht ganz verschont von den Eis-Kapriolen: In Kirchmöser ist ein stehender Räum-Unimog auf etwas abschüssiger Straße in einen Graben gerutscht, musste von einem anderen Unimog aus der Mebra-Flotte herausgezogen werden – größere Schäden gab es aber keine.

„Wir haben die Lage im Griff“, sagt Köpping, appelliert aber an die Vernunft der Brandenburger. „Am Dienstagmorgen könnte es ähnlich aussehen. Bitte nicht unbedacht vor die Haustür rennen. Der Winter ist noch nicht vorbei.“

Von André Wirsing

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