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Blitzprojekt vor dem Chaos am Zentrumsring

Neubau in Brandenburg an der Havel Blitzprojekt vor dem Chaos am Zentrumsring

Die 40 Jahre alten Betonplatten in großen Teilen der Willi-Sänger-Straße in Brandenburg an der Havel geben nach, die Fahrbahn wird immer holpriger. Bislang konnte die Stadt den Fahrbahnneubau hinauszögern, doch nun muss es wegen anderer Vorhaben auf einmal ganz schnell gehen.

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Gerissen, versetzt, versprungen, spontanbegrünt – die Willi-Sänger-Straße heute.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Ab dem kommenden Juli wird die Willi-Sänger-Straße vom Knoten Fontane-August-Bebel-Straße bis zur Einmündung Erich-Knauf-Straße komplett neu gebaut, einschließlich aller Nebenanlagen. Das war schon seit Jahren geplant, aber jetzt wird es höchste Zeit: Der Landesbetrieb Straßenwesen drängelt bereits, weil er ab 2017 die Bundesstraße 102 vom Ortseingang Rathenower Landstraße bis zur Gördenbrücke erneuern will. Zwei große Baustellen auf engem Raum würde der Verkehr nicht verkraften“, sagt der städtische Straßenbauspezialist Peter Reck.

Die Entwurfsplanung soll Ende Oktober vorliegen, danach lädt die Verwaltung neuerlich zu einer Bürgerversammlung im November/Dezember, dann könnten bei Bedarf auch schon grundstücksgenau die von den Anliegern zu zahlenden Erschließungsbeiträge genannt werden. Im Januar erfolgen die Ausschreibungen, wegen des Beteiligens von Stadtverordnetenversammlung und Hauptausschuss ziehe sich die Vergabe bis um Frühsommer hin.

Daten und Fakten

Die Baulänge beträgt 620 Meter, die Fahrbahnbreite 6,50 Meter.

Nebenanlagen auf der Nordseite: 0,75 Meter Grünstreifen, zwei Meter Radweg-, 2,50 Meter Gehwegbreite

Die L 98 ist eine Landesstraße mit überwiegendem Durchgangsverkehr.

Erschließungsbeiträge werden auf die Anlieger wie folgt umgelegt: Fahrbahnen, Radwege, Entwässerung zu 25 Prozent der Baukosten, Beleuchtung und Gehwege zu 60 Prozent.

In Nord gibt es viel Durchgangsverkehr

In Nord gibt es viel Durchgangsverkehr.

Quelle: Malo

Das einheimische IBL Ingenieurbüro von Wolfgang Berndt hat bereits die Voruntersuchungen angestellt. „die komplette Fahrbahn ist in einem unzureichenden Zustand, durch den Schwerlastverkehr unterliegt sie einem hohen Verschleiß. Die Betondecken weisen erhebliche Differenzen auf, es gibt Versätze und Netzrisse“, sagt Jörg Leich vom Büro IBL. Defekte Platten seien notdürftig mit Asphalt repariert, viele Gehwegplatten sind defekt, manche Bordeinfassungen komplett zerstört.

Die Linksabbiegerspuren zur Sprengel- beziehungsweise Werner-Seelenbinder-Straße müssten verlängert und die Bushaltestelle an der Freiherr-von-Thüngen-Straße neu befestigt werden.

Noch viele ungeklärte Fragen

Noch gibt es ungeklärte Fragen, die im Verfahren noch beantwortet werden müssen, sagt Reck. „Bei den Borden favorisieren wir Naturstein, es sind aber auch Betonborde möglich. Ebenso ist zu entscheiden zwischen Betonsteinbelag und Asphaltdecke für den Radweg, wir bevorzugen den Asphalt.“

Bis 2017 müssen die Arbeiten erledigt sein, Reck rechnet mit zwei Bauabschnitten: Vom Knoten Zentrumsring bis zur Sprengelstraße, danach weiter bis zur Erich-Knauf-Straße. Ob es Vollsperrungen geben wird, hänge davon ab, in welchem Zustand sich der Regenwasserkanal unter, der jetzigen Fahrbahn befindet. Ist er zu kaputt, muss komplett gesperrt werden. Die Verkehrsbetriebe hätten die Verwaltung dringend ersucht, wenigstens die Busse fahren zu lassen.

Von André Wirsing

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