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Brandenburg/Havel Mini-Kraftwerk in der Leitplankenfabrik von Kirchmöser
Lokales Brandenburg/Havel Mini-Kraftwerk in der Leitplankenfabrik von Kirchmöser
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17:40 28.08.2018
Für die Produktion und Verzinkung von Leitplanken ist sehr viel Strom und Wärme notwendig. Quelle: Jürgen Lauterbach
Kirchmöser

Zum ersten Mal haben die Stadtwerke Brandenburg (StWB) ein Blockheizkraftwerk für die industrielle Nutzung in Betrieb genommen. Die etwa 200.000 Euro teure Anlage trägt zur Strom- und Wärmeversorgung im Leitplankenwerk BBV in Kirchmöser bei.

Die Unternehmen der BBV-Gruppe Am Lokwerk in Kirchmöser profilieren Leitschutzplanken, die im nächsten Arbeitsschritt im Industrieofen bei 450 Grad Celsius verzinkt werden. Für die Arbeiten, die rund um die Uhr laufen, benötigen die BBV-Firmen sehr viel Strom und Wärme, erklärt BBV-Geschäftsführer Bernd Wilmsmann.

Der Strom wird ins betriebseigene Netz der BBV eingespeist und für die Maschinentechnik genutzt. Die als Nebenprodukt entstehende Wärme wird sinnvoll eingesetzt. Diese wird vorbereitend für den Prozess der Feuerverzinkung, für die Beheizung der Bäder der chemischen Blechvorbehandlung, und den anschließenden Trocknungsprozess gebraucht.

6000 Stunden im Jahr

Die Idee mit dem 50 Kw-Blockheizkraftwerk (BHKW) ist ein Ergebnis des Umweltaudits vor zwei Jahren. Als Partner wählte die BBV Baustahl- und Blechverarbeitungsgesellschaft seinen Energielieferanten, die Stadtwerke Brandenburg, die das BHKW an den Kunden verpachten.

Mit dem kleinen Kraftwerk im Betrieb, das in 6000 Stunden im Jahr 300.000 Kilowattstunden erzeugt, deckt der Stahlverarbeiter zunächst etwa 20 bis 25 Prozent seines Strom- und Wärmebedarfes. Sie ist laut Wilsmann eine Basis, um darauf aufzubauen und den Anteil zu erhöhen.

BBV-Geschäftsführer Bernd Wilmsmann und Stadtwerke-Geschäftsführer Haase (Bildmitte) starten das Blockheizkraftwerk in Kirchmöser. Quelle: Jürgen Lauterbach

Das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitende erdgasbetriebene Gerät leistet einen wichtigen Beitrag zur dezentralen, emissionsarmen Energieversorgung und ersetzt die ältere Anlagentechnik der BBV, erklärt der technische Stadtwerke-Geschäftsführer Gunter Haase.

Weil das Kraftwerk einen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent erreicht, werden Ressourcen geschont. Der Schadstoffausstoß fällt geringer aus als vorher – Schwefeldioxid wird um 99 Prozent weniger ausgestoßen, Stickoxide um etwa 29 Prozent und Kohlendioxid um etwa 58 Prozent.

Die Lebensdauer des BHKW veranschlagt Gunter Haase mit rund zehn Jahren.

Die BBV-Betriebe gehören zu Volkmann & Rossbach, einer auf Straßen- und Baustellensicherheit spezialisierten, familiengeführten Unternehmensgruppe aus Montabaur im Westerwald.

Von Jürgen Lauterbach

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