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Blumen und ein Mops: Gedenken an Loriot

5.Todestag von Vicco von Bülow Blumen und ein Mops: Gedenken an Loriot

Ein Mops aus Fleisch und Blut war der heimliche Star der Gedenkveranstaltung zum 5. Todestag von Loriot am Denkmal vor der Brandenburger Johanniskirche. Rund 100 Menschen hatten sich dort versammelt, um an Vicco von Bülow zu erinnern. Am Brunnen auf dem Altstädtischen Markt wurde dann der mittlerweile 20. bronzene Hund getauft.

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Clara Walter, die Schöpferin der Waldmöpse, legt Blumen am Loriot-Denkmal vor der Johanniskirche nieder.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Er schnüffelte, er hechelte, er zog alle Blicke auf sich. Loriot hätte sich sicher tierisch über diesen Gast zu seinen Ehren gefreut. Am Montagnachmittag war er der heimliche Star auf der Gedenkveranstaltung zum 5. Todestag des großen Humoristen an der Johanniskirche am Loriot-Denkmal. Ein kleiner schwarzer, ganz realer Mops mischte sich unter die rund 100 zweibeinigen Gäste. Der einzige an diesem Tag. Alle anderen Möpse sind aus Bronze und diebstahlsicher im Boden verankert.

Nach den Redebeiträgen der Gedenkveranstaltung gab es eine Führung zu einigen Exemplaren. Ziel des kleinen Ausflugs: der Brunnen auf dem Altstädtischen Markt. Dort wurde der 20. bronzene Hund getauft und bereichert das Waldmopszentrum der Stadt um einen weiteren possierlichen Touristenmagneten. Er steht auf seinen Hinterbeinen am Becken des Brunnens. Im Sommer sicher von Vorteil: hier bekommt er reichlich Wasser.

Gedenken an den großen Brandenburger

Neben Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Walter Paaschen (beide CDU), sprach der Geschäftsführer der Vicco-von-Bülow-Stiftung, Fritz Musfeld. Mit Loriot verband ihn eine 15-jährige Freundschaft. „Er war einer von uns. Es war einfach nicht seine Art, auf jemanden herabzublicken. Deswegen finde ich dieses Sockeldenkmal auch sehr schön.“

Auf einem schlichten Sockel sind an der Seite Loriots Lebensdaten eingeprägt und auf der zum Himmel gewandten Fläche die Abdrücke des Humoristenschuhwerkes. Eine komplette Statue und das in der Höhe wäre ihm nicht recht gewesen, sagten viele, die ihn kannten. „Er hatte auch die Idee eines Gedenkbrunnens abgelehnt“, berichtete Musfeld, der noch zu Lebzeiten mit von Bülow darüber sprach. „Wahrscheinlich wollte er so einen nicht, weil er schon an die Betriebskosten gedacht hatte.“

Vicco-von-Bülow-Stiftung hat viel bewegt

Er ist ihm dankbar. Mit der Stiftung konnten schon viele Projekte finanziert werden. Musfeld sagte deshalb: „Liebe Brandenburger, behalten Sie Loriot in guter Erinnerung. Er war immer gut zu uns. Er war ein guter Mensch.“ Das Gedenken an ihn ist nicht nur ein gütliches, sondern auch ein humorvolles. Die Redebeiträge sind gespickt mit Anspielungen auf seine Sketche und Filme. Ohne Lächeln kommt man an den strullenden, hechelnden und sich räkelnden bronzenen Waldmöpsen nicht vorbei. Die Gäste erinnern sich in Gesprächen mit viel Lachen.

„Ich bin hier, weil mich die Geschichte der Möpse interessiert und die von Loriot“; sagte die 67-jährige Elfriede Schneider aus Eisenhüttenstadt. Sie lebt erst seit Kurzem in Brandenburg und ist begeistert von den Hunden. „Diese Art an ihn zu gedenken finde ich einfach wunderschön. Sie sind überall, gerade eben bin ich erst wieder an dreien vorbeigeradelt.“ Ein Gedenken mit Sinn eben. Denn wie heißt es so schön: Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.

Von Annika Jensen

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