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Brandenburg/Havel Blutiger Streit im Netto-Markt: Schnapsflasche als Waffe
Lokales Brandenburg/Havel Blutiger Streit im Netto-Markt: Schnapsflasche als Waffe
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15:31 12.09.2018
Im Netto-Markt in der Karl-Marx-Straße tobte am Dienstagnachmittag der Streit. Drei Menschen wurden erheblich verletzt. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Zwei Männer und eine Frau wurden am Dienstagnachmittag im Netto-Markt in der Karl-Marx-Straße erheblich verletzt. Ein Unbekannter mit südländischem Aussehen war mit einer Schnapsflasche auf zwei von ihnen losgegangen.

Gegen 16.25 Uhr am Dienstag erreicht die Polizei ein Notruf aus dem Netto-Markt, berichtet Polizeisprecher Daniel Keip. Ein Mitarbeiter des Discounters meldet eine körperliche Auseinandersetzung in dem Geschäft.

Wie die Polizei inzwischen weiß, hat der Streit bereits vor dem Markt begonnen. Auf der einen Seite zwei südländisch aussehende Männer, auf der anderen Seite ein Paar, bestehend aus einem 29 Jahre alten Mann und einer zwei Jahre älteren Frau. Nach Erkenntnissen der Polizei haben alle Alkohol getrunken. Worum es in dem Streit ging, ist noch nicht bekannt.

Mit Gartenschaufel verfolgt

Das erwähnte Paar flüchtet schließlich in den Netto-Markt und die beiden bisher Unbekannten folgen ihnen. Der Größere von beiden bewaffnet sich mit einer Gartenschaufel aus einer Auslage des Geschäfts.

Drinnen geht der Streit gleich weiter. Der etwa 1,85 Meter große Mann mit den lockigen dunklen Haaren und dem Undercut – also den ausrasierten Seiten – schnappt sich aus dem Regal eine Schnapsflasche und schlägt der 31 Jahre alten Brandenburgerin damit auf den Kopf, sodass sie eine stark blutende Wunde davon trägt.

Zeuge prellt sich Steißbein

Die Auseinandersetzung nimmt inzwischen großen Raum im Einkaufsmarkt ein. Ein 60 Jahre alter unbeteiligter Zeuge versucht dazwischen zu gehen und hält den Angreifer fest. Dieser droht dem Streitschlichter damit, ihm mit der Gartenschaufel in den Magen zu stechen, wenn er nicht los lässt.

Die Worte verfehlen ihre Wirkung nicht, der Zeuge lässt los. Sein Gegner stößt ihn zur Seite, so dass er zu Boden geht. Dabei prellt sich der 60-Jährige sein Steißbein und bleibt liegen.

Als nächster kommt der Partner der Frau an die Reihe. Auch ihn schleudert der Unbekannte zu Boden, während dessen Begleiter die ganze Zeit über passiv bleibt. Die erwähnte Schnapsflasche wird dem 29-Jährigen mehrmals auf den Kopf geschlagen. Er erleidet dadurch stark blutende Platzwunden am Hinterkopf und am Jochbein.

Spuren gesichert

Als die Polizei und die Sanitäter eintreffen, sind der mutmaßliche Täter und sein Begleiter bereits in Richtung Fouquéstraße/Harlunger Straße verschwunden. Das verletzte Paar wird in die Rettungsstelle des städtischen Klinikums gefahren. Dort gibt es wenig später offenbar Ärger, die Polizei muss jedenfalls dorthin ausrücken und die Lage beruhigen.

Im Übrigen konzentriert sich die Polizei auf die Suche nach den beiden Unbekannten. Trotz intensiver Suche an mehreren Orten hätten die Ermittlungen bisher noch nicht zum Erfolg geführt, berichtet Daniel Keip.

Die Polizei hat zwar Spuren gesichert, doch ihre Arbeit wird durch den Umstand erschwert, dass das Marktpersonal umgehend aufgeräumt und den Tatort gereinigt hat. Dennoch gibt es nach MAZ-Informationen wertvolle Hinweise auf die Täter.

Die Polizei bittet um Hinweise und gibt folgenden Täterbeschreibungen. Der aktive etwa 1,85 Meter große schlanke Mann mit dem erwähnten dunklen Lockenkopf und dem Undercut trug ein weißes Poloshirt der Marke Nike, eine helle Hose und eine Umhängetasche.

Begleiter bleibt passiv

Sein passiver Begleiter ist etwa 1,70 Meter groß und ebenfalls schlank. Er trug ein schwarzes Shirt mit goldener Schrift, eine dunkle Hose und ein Basecap.

Polizeisprecher Oliver Bergholz: „Zum Motiv liegen bislang noch keine Erkenntnisse vor. Die beiden stark alkoholisierten Geschädigten konnten durch die Polizei noch nicht dazu befragt werden.“

Zeugenhinweise nimmt die Brandenburger Polizei entgegen unter Telefon 03381/5600.

Von Jürgen Lauterbach

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