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Bombendrohung: Elternkritik an Lehrern

Polizei fahndet noch nach dem anonymen Anrufer Bombendrohung: Elternkritik an Lehrern

Einen Tag nach der Bombendrohung in der Konrad-Sprengel-Schule in Brandenburg-Nord hat die Polizei noch keinen Hinweis auf den anonymen Anrufer. Die Telefonverbindungen auszuwerten benötige Ermittlungszeit, sagte Polizeisprecher Oliver Bergholz am Donnerstag. Eltern äußern inzwischen Kritik am Verhalten von Lehrern und am Ablauf der Evakuierung.

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Eltern kritisieren die Art der Evakuierung nach dem Bombenalarm.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Auch einen Tag nach der Bombendrohung in der Konrad-Sprengel-Schule in Brandenburg-Nord hat die Polizei noch keinen Hinweis auf den anonymen Anrufer. Die Telefonverbindungen zu erfassen und auszuwerten benötige Ermittlungszeit, sagte Polizeisprecher Oliver Bergholz am Donnerstag. Eltern äußern inzwischen Kritik am Verhalten von Lehrern und am Ablauf der Evakuierung.

Eine männliche Stimme hatte am Mittwoch gegen 11.15 Uhr zweimal kurz hintereinander in der Grundschule angerufen und gedroht, dass in zehn beziehungsweise zwei Minuten alles in die Luft fliegen werde. Lehrer der Schule begannen daraufhin mit der Evakuierung aller Anwesenden. Als die Polizei eintraf, war niemand mehr im Gebäude.

Ein Elternsprecher widerspricht der Schilderung der Schulleitung, dass die Evakuierung gut und zügig gelaufen sei. Denn die Kinder seien nicht wirklich betreut worden. Vielmehr seien Lehrer in Panik geraten und hätten dies auf die Kinder übertragen. Eine Lehrerin habe sogar vor ihrer Klasse geweint.

Die Kinder auf dem nahegelegen Sportplatz zu versammeln hält der Elternvertreter für falsch. Denn umherfliegende Splitter hätten bei einer Explosion großen Schaden anrichten können. Zudem hätten die Kinder ohne ihre Jacken auf dem Sportplatz gefroren. Besser wären der Gang zur weiter entfernten gewesen, so der Elternsprecher, der sich im bestehenden Netzwerk mit anderen Eltern ausgetauscht hat, die sich nicht ausreichend unterrichtet fühlen.

Verwaltungssprecher Jan Penkawa nimmt die Lehrer in Schutz, er sagt: „Der Sportplatz ist der offizielle Sammelpunkt für die Evakuierung und die Schulleitung hat das Gebäude entsprechend vorschriftsmäßig binnen kürzester Zeit geräumt und die Kinder in Sicherheit gebracht. Für diese Leistung in einer so noch nie dagewesenen Situation haben Schulleitung, Lehrer und Kinder Respekt und Anerkennung verdient.“

Von Jürgen Lauterbach

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