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Brandenburg/Havel Bombenalarm an Brandenburger Schule
Lokales Brandenburg/Havel Bombenalarm an Brandenburger Schule
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15:54 27.01.2016
Die Sprengelschule in Brandenburg an der Havel am Mittwochnachmittag. Quelle: Foto: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Bombenalarm am Mittwochmorgen in der Konrad-Sprengel-Schule in Brandenburg-Nord. Mehr als 200 Menschen müssen das Schulgebäude verlassen. Verletzt wird niemand. Der Übeltäter ist bisher nicht bekannt. Nach Polizeiangaben erhielt die Grundschule mit knapp 300 Kindern am Mittwoch gegen 11.15 Uhr einen anonymen Anruf. Eine männliche Stimme, die wie von einem Band klang, kündigte der Sekretärin an, dass in zehn Minuten alles in die Luft fliegen wird. Wenig später folgte ein zweiter Anruf. Die gleiche Stimme sagte nun, dass in zehn Minuten alles in die Luft fliege.

„Wir haben sofort die Evakuierung eingeleitet“, berichtet Jörg Schubert, der stellvertretende Schulleiter. Binnen maximal zwei Minuten war kein Kind und kein Lehrer mehr im Gebäude in der Willi-Sänger-Straße.

Die Evakuierung klappte so zügig, weil die Schule ihrem Alarmplan folgte. Sofort wurde das intern bekannte Alarmklingeln ausgelöst, dass allen Lehrern signalisierte, dass eine unvorhergesehene Situation vorliegt. Die Pädagogen organisierten gemeinsam, dass ihre Schüler auf dem schnellsten Weg ins Freie kam.

Da das Gebäude über fünf Ausgänge verfügt, waren die etwa 200 bis 230 noch anwesenden Kinder rasch in Sicherheit. Sie versammelten sich auf dem Sportfeld in der Nähe der Schule und wurden dort von den Lehrern betreut. Vereinzelt kamen Eltern hinzu, die ihre Sprösslinge abholten. Einige Schüler waren zu der Zeit ohnehin schon unterwegs nach Hause gewesen. Die benachbarten Wasserfreunde waren sehr hilfsbereit, stellten ihre eigenen Räume zur Verfügung, damit kein Kind frieren musste.

Vizeschulleiter Schubert ist stolz auf seine Kinder und seine Kollegen, weil sie die Situation so gut gemeistert haben. Panik sei nicht ausgebrochen, einige vor allem kleinere Kinder seien aber verschreckt gewesen und hätten geweint.

„Wenn das ein Scherz gewesen sein sollte, dann war es ein ganz übler“, sagt Jörg Schubert. „Hier sind lauter kleine Kinder, für die bricht heute eine Welt zusammen.“ Persönlich habe er keine Angst gehabt. Dazu hat man gar keine Zeit, denn es gibt in der Situation nur ein Ziel: Alles müssen hier raus“, erklärt der Pädagoge.

Als die Polizei eintraf, war die Schule bereits durch die Schulleitung evakuiert, bestätigt Polizeisprecherin Daiana Sawatzki-Koppe. Ergebnislos hätten die Beamten die Schule nach verdächtigen Personen und Gegenständen abgesucht. Konkrete Angaben zum Anrufer liegen der Polizei zum gegenwertigen Zeitpunkt nicht vor. Sie ermittelt nun wegen Androhung von Straftaten.

Die Polizeibeamten gaben das Gebäude um 12.20 Uhr wieder frei. Doch die Schule verzichtete darauf, den Unterricht mit noch maximal zwei Schulstunden an dem Tag fortzusetzen. Am Donnerstag wird der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Im Unterricht werden die 17 Lehrer der Grundschule mit den Schülern über das Geschehen des vorherigen Tages sprechen, versichert der Vizeschulleiter. Die Älteren hätten natürlich verstanden, warum sie die Schule so plötzlich verlassen mussten.

Von Jürgen Lauterbach

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