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Brandenburg/Havel Club Cora hat das Rotlicht ausgeknipst
Lokales Brandenburg/Havel Club Cora hat das Rotlicht ausgeknipst
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19:56 26.09.2018
Viele Jahre eine Adresse für die käufliche Liebe: Der Club Cora residierte in dem Gebäude am Brandenburger Nicolaiplatz. Quelle: jast
Brandenburg/H

Eine jahrelange Rotlicht-Geschichte ist am Nicolaiplatz zu Ende gegangen. Der Club Cora und damit eines der dienstältesten Bordelle in der Stadt hat das Haus mit der Nummer 7 verlassen.

Viele Brandenburger kennen das große Gebäude mit den verklebten Fensterscheiben im Erdgeschoss. Auch wenn sie nie drinnen gewesen sind, dürften die meisten wissen, welche Dienstleistung dort angeboten wurde. Gut und gern 20 Jahre war dort im sogenannten Club Cora käufliche Liebe zu bekommen.

Noch gibt Spuren im Hausflur. Quelle: jast

Verschwunden sind auch die „vielseitigen internationalen Hobbyhuren für die schönste Nebensache der Welt“, wie das Geschäft zur „Männerunterhaltung“ auf einer einschlägigen Internetseite angepriesen wird.

Warum sich der Bordellbetreiber mit dem Club Cora zurückgezogen hat, ist nicht bekannt. Die alte Internetseite des Etablissements ist nicht mehr erreichbar. Ärger hat es, soweit bekannt, dort nicht gegeben. Nach Angaben der Brandenburger Stadtverwaltung ist der Gewerbebetrieb nicht auffällig geworden.

Sechs Prostitutionsstätten

Der Betrieb einer Prostitutionsstätte ist eine anmelde- und erlaubnispflichtige gewerbliche Tätigkeit.

Die Voraussetzungen für die Erlaubniserteilung, die der Gesetzgeber im Prostituiertenschutzgesetz formuliert hat, lehnen sich an die Vorgaben etwa Spiel- oder Gaststätten an.

In der Stadt gilt seit diesem Jahr die „Gebührensatzung für Amtshandlungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz“.

Der Verwaltung sind aktuell sechs Prostitutionsstätten im Stadtgebiet bekannt.

Gewerberechtlich angemeldet war der Club Cora als Gaststättenbetrieb mit Alkoholausschank sowie als gewerbliche Zimmervermietung zum Zweck der Prostitution, und zwar für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zum 4. Juni 2018.

Abgeklebtes Fenster am Nicolaiplatz. Quelle: jast

Der Versuch, mit einem so genannten Flatrate-Bordell in Hohenstücken Geld zu verdienen, ist schon länger gescheitert. Der „Treffpunkt 24“ in der Warschauer Straße 24 wurde schon zum 30. November 2015 nach nur knapp drei Jahren abgemeldet. Dieses Bordell, Ableger einer Berliner Nachtbar, firmierte als „Internetcafé, Gaststättenbetrieb und Massagesalon“. Vor knapp einem Jahr war auch das Wohnungsbordell in der Klosterstraße abgemeldet worden. 

Ältestes Etablissement in der Stadt dürfte inzwischen der in Internetforen verächtlich als „Kleingärtnerpuff“ bezeichnete „Club 17“ im Sandfurthweg sein.

Von Jürgen Lauterbach

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