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BraMM-Spazierer der SPD in Erklärungsnot

Andreas Miksch muss Mittwoch zum SPD-Vorstand BraMM-Spazierer der SPD in Erklärungsnot

Der Brandenburger SPD-Politiker Andreas Miksch muss sich am Mittwoch gegenüber führenden Genossen erklären, warum er bei Demonstrationen der rechten BraMM-Initiative mitgelaufen ist. Dafür hat er harte Kritik einstecken müssen, ihm droht der Parteiausschluss. Er bekommt aber auch Unterstützung aus der SPD.

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Andreas Miksch lief bei den Bramm-Demos mit.

Quelle: Archiv

Brandenburg an der Havel. Am Mittwoch wird Andreas Miksch sich vor seinen führenden Genossen verantworten müssen. Oder zumindest den Versuch unternehmen müssen, zu erklären, warum er als SPD-Mitglied an allen Demonstrationen der Initiative BraMM teilgenommen hatte, die sich nach dem Vorbild der Pegida zu Jahresanfang an vier Montagen in der Innenstadt versammelt hatten.

Die BraMM-Demo, so viel war schon vorher klar, war von rechten Republikanern angemeldet und durchgeführt worden. Gegen die Demo hatte sich ein Bündnis fast aller Parteien in der Stadt gestellt, die zeitgleich zur BraMM auf dem Neustädtischen Markt demonstriert hatten.

Für SPD-Unterbezirkschef Ralf Holzschuher ist es „unerträglich und nicht akzeptabel“, dass ein Mitglied seiner Partei „rechtsextremistische Aktivitäten unterstützt“. Miksch solle das begründen, „aber ich glaube nicht, dass er das kann“.

Nun bleibt es Holzschuhers Geheimnis, warum er erst jetzt ein Parteiordnungsverfahren und den Rauswurf gegen seinen Genossen anstrengt. Denn seit Monaten war bekannt, dass der SPD-Mann mit den Rechten marschiert war. Doch mindestens ebenso erstaunlich sind die offene oder verdeckte Unterstützung für den Grenzgänger.

So gibt ihm beispielsweise Norbert Langerwisch vom SPD-Ortsverein Nord einen Persilschein: „Miksch ist kein Rechter.“ Und darüber hinaus gibt es noch einige, die die Affäre Miksch zu einer Affäre Holzschuher umzudeuten versuchen.

Von Benno Rougk

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Dicke Luft in der Brandenburger SPD: Eilig leitete der Unterbezirksvorstand (UBV) ein Parteiordnungsverfahren gegen ein Mitglied in die Wege, das Anfang des Jahres an allen vier Pegida-Bramm-Demonstrationen in der Stadt teilgenommen hatte. Erst am Donnerstag machte der Vorstand einen halben Rückzieher.

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