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Brandenburg/Havel Brandanschlag: Warum tun Nachbarn nichts?
Lokales Brandenburg/Havel Brandanschlag: Warum tun Nachbarn nichts?
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20:03 07.08.2015
Vor der Tür dieser Familie hat es gebrannt.  Quelle: Frank Bürstenbinder
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Brandenburg an der Havel

 Zwei Wochen nach dem Feuer vor der Wohnungstür einer Asylbewerberfamilie in der Pariser Straße 3 bleibt der Fall rätselhaft. Es gebe keine Tatverdächtigen und kein Bekennerschreiben, teilte Polizeisprecherin Jana Birnbaum der MAZ mit. Die Polizei ist wegen schwerer Brandstiftung tätig. Befragt wurde auch die Mutter von drei Kindern, die den durch die Tür ziehenden Brandgeruch bemerkt haben will, während sich ihr Ehemann im Garten der Familie in der Fontanestraße aufgehalten haben will.

 Die Ermittler haben die Akte zum Vorfall inzwischen an die Potsdamer Staatsanwaltschaft übergeben. Jetzt muss die Strafverfolgungsbehörde nach Aktenlage entscheiden, wie in dem Fall verfahren wird. Die Sache sei schwierig, deshalb werde weiter in alle Richtungen ermittelt, sagte Pressesprecher Nils Delius auf Nachfrage. Aus ermittlungstaktischen Gründen wolle er sich derzeit zu keinen Details äußern, so Delius.

Am 25. Juli gegen 18.30 Uhr hatten Unbekannte im ersten Obergeschoss eine mit Benzin getränkte Zeitung vor der Wohnungstür der einzigen Asylbewerberfamilie in diesem Aufgang des Wobra-Blocks gelegt und entzündet. Nach der bislang offiziell nicht dementierten Version eines am 26. Juli verfassten Polizeiberichtes wachte die 24-jährige Mieterin im Schalf vom Rauchgeruch auf. Danach soll diese telefonisch ihren Mann im Garten alarmiert haben. Der will den Weg in die Pariser Straße zurückgeeilt sein und das Feuer mit Wasser aus dem Bad noch vor dem Eintreffen der Berufsfeuerwehr gelöscht haben. Eine logische Frage, die sich auch die Ermittler gestellt haben dürften: Was passierte eigentlich in der Zeit dazwischen? Hätten nicht längst andere Mieter im Haus reagieren müssen?

Vor dem Hintergrund ausländerfeindlicher Übergriffe stehen Polizei und Staatsanwaltschaft bei ihren Untersuchungen unter erheblichem Druck. Denn auch der mutmaßliche Brandanschlag im Stadtteil Hohenstücken hatte eine Welle der Empörung ausgelöst. Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) ließ mitteilen, dass sie „intensive Ermittlungen“ von Polizei und Justiz erwarte. Der Innenstaatsekretär Matthias Kahl (SPD) hatte nach dem Feuer versichert, dass die Polizei alles daran setzen werde, den oder die Täter zu ermitteln.

Von Frank Bürstenbinder

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