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Explosion im Elektrostahlwerk: Mann verletzt

Unfall am Schmelzofen Explosion im Elektrostahlwerk: Mann verletzt

Feuer im Brandenburger Elektrostahlwerk: Es ist gerade 7 Uhr am Mittwochmorgen. Eigentlich sollte es ein ganz normaler Arbeitstag werden, doch dann reagierte die Chemie bei der Stahlschmelze wesentlich heftiger, als sonst – und plötzlich brannte es. Durch eine ausgelöste Druckwelle wurde ein Mitarbeiter verletzt.

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Einsatz der Brandenburger Feuerwehr im Elektrostahlwerk

Quelle: julian stähle

Brandenburg/H. Wegen eines Brandes im Brandenburger Elektrostahlwerk (BES) in der Woltersdorfer Straße in Brandenburg/Havel wurde am frühen Morgen ein Stahlarbeiter verletzt. Der Mitarbeiter war gleichwohl noch ansprechbar, er befindet sich derzeit zur Untersuchung im städtischen Klinikum Brandenburg.

Gegen 6.40 Uhr reagierte Schlacke im Kübel von Ofen 1. Eine solche chemische Reaktion ist im Prozess des Stahlschmelzens nicht ungewöhnlich, sie fiel diesmal aber aus noch unbekannter Ursache deutlich intensiver aus als üblich, berichtet Werkdirektor Rico Lorenz.

Das Feuer in der Schlacke löste eine Druckwelle aus, eine ruckartige Entlastung, die sich der Laie als eine Art Explosion vorstellen kann. Sie führte dazu, dass sich am Legierungsband 4 ein Brand entwickelte und Schlacke seitlich wegspritzte.

Keine äußerlichen Verletzungen erkennbar

Ein Stahlarbeiter, der in der Nähe des Ofens stand, wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen, erlitt aber nach ersten Erkenntnissen keine äußerlichen Brandverletzungen. „Äußerlich war nichts zu sehen, er war ansprechbar, hat aber einen Schock erlitten“, berichtet Werkdirektor Lorenz.

Der Rettungswagen verlässt das Stahlwerk in Richtung Klinikum

Der Rettungswagen verlässt das Stahlwerk in Richtung Klinikum.

Quelle: Julian Stähle

Das Riva-Elektrostahlwerk verständigte um 6.40 Uhr zur Brandbekämpfung die Brandenburger Berufsfeuerwehr. Der Mitarbeiter wurde ins Klinikum gebracht. Die Riva-Leitung wartet nun darauf, dass sie mit ihm über den Ablauf des Unglücks sprechen kann. Welche Folgerungen aus dem Unfall gezogen werden müssen, will die Werkleitung anschließend prüfen.

Die genaue Ursache, die zur Überreaktion im Schlackekübel geführt hat, ist noch nicht geklärt. Die Schlacke gehört zum Prozess des Schmelzens. Sie deckt den geschmolzenen Stahl ab und schützt ihn so vor unerwünschten Verunreinigungen. Die Schlacke wird anschließend separat in speziellen Kübeln aufgefangen. Normal ist, dass in diesem Prozess Gase entstehen und chemische Reaktionen in Gang gesetzt werden. Der Schmelzofen ist eingehaust.

Von Jürgen Lauterbach

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