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Brandenburg: Frauenwoche war ein Erfolg

Mehr als 1000 Teilnehmerinnen Brandenburg: Frauenwoche war ein Erfolg

Die diesjährige Frauenwoche in der Stadt Brandenburg ist am Samstag zu Ende gegangen. Gleichstellungsbeauftrage Kornelia Köppe war die Hauptorganisatorin der Aktionstage mit Veranstaltungen für jungen Mädchen, Frauen, aber auch für Männer. Zwei gesellten sich zu einem Workshop über Liebesbeziehungen über vermeidbare Missverständnisse.

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Der Brandenburger Frauenlauf am Samstag war der Abschluss einer erfolgreichen Aktionsreihe für Frauen.

Quelle: marcus alert

Brandenburg/H. Die diesjährige Frauenwoche in Brandenburg an der Havel ist am Samstag mit dem Frauen- und Bambinilauf zu Ende gegangen. Schon jetzt verbucht Kornelia Köppe, Gleichstellungsbeaufragte der Stadt Brandenburg, die Aktionstage als Erfolg. Nutzen rund 1000 Teilnehmer die Angebote der Frauenwoche 2015, „zeigte sich eine steigende Tendenz in diesem Jahr“, so Köppe. Einer der Höhepunkte der Frauenwoche war am Donnerstag die Eröffnung des landesweit ersten Unternehmerinnenzentrums im Technologie- und Gründerzentrum. Diese Nachricht, dass es Büros ausschließlich für Start-ups von Frauen nun gibt, hat auch im Frauenministerium für Aufsehen und Beifall gesorgt.

Erstmals widmete sich eine Frauenwoche dem Thema der generationenübergreifenden Gleichstellungspolitik. Zahlreiche der insgesamt 25 Veranstaltungen richteten sich an junge Mädchen und Frauen, aber auch an Mütter und ihre Töchter, so etwa der Gesprächsabend über die Pubertät. Letztes Angebot dazu während der Frauenwoche war „Gesunde Teenagerbeziehungen“, ein Workshop über das Thema, wie jugendliche Liebespaare ihr Miteinander ohne Missverständnisse und Gewalt gestalten können. Wie etwa sagt ein junges Mädchen „Nein“, wenn sein Freund sexuell mehr möchte als es selbst. Und natürlich umgekehrt. Angeleitet hat das Seminar Andrea Hanft vom Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Jugendamtes.

Es war das erste Mal, dass die Gleichstellungsbeauftragte auch das Jugendamt mit ins Boot geholt hatte bei der Organisation der Frauenwoche. An dem Workshop selbst an einem Vormittag beteiligten sich freilich acht Erwachsene. Andrea Hanft nahm es gelassen, es gehe auch darum, dass „Erwachsene lernen, eigenes Schubladendenken über Bord zu werfen und nicht eigene Erfahrungen unbewusst den Kindern mit auf den Weg zu geben“. Immerhin zwei Männer waren unter den Teilnehmern des Seminars.

Tatsächlich hört Kornelia Köppe immer wieder die Frage, warum es keine Männerwoche gebe. Überraschenderweise ist die Gleichstellungsbeauftragte da völlig offen: „Ich lasse mich gerne auf das Gespräch ein. Wenn es dann aber um konkrete inhaltliche Vorstellungen geht, fehlen die Ideen.“ Ihr Angebot sich bei ihr zu melden, „um hier möglicherweise aktiv zu werden, wurde bisher noch nicht angenommen“.

Im nächsten Jahr ist es die mittlerweile zehnte Frauenwoche, die Kornelia Köppe organisieren wird. Immer wieder betont sie, „die Frauenwoche in unserer Stadt ist nur mit engagierten und ehramtlichen Netzwerkpartnern möglich, Vereine, Verbände, Unternehmen, Kirchen und Institutionen“. Es gilt in der Frauenwoche, auf unterhaltsame Art Neues zu entdecken. Da gab es Informationen von einer Anwältin, „was Frauen im Erbrecht wissen sollten“. Schnell ausgebucht etwa war die Klang-Oase als Kurzurlaub für die Seele in der Mittagspause für jeweils vier Teilnehmerinnen.

Von Marion von Imhoff

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