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Brandenburg/Havel Brandenburg/H.: Erstmals zwölf Grundschulen
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg/H.: Erstmals zwölf Grundschulen
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00:18 22.02.2016
Ab dem Sommer gibt es wieder neue Erstklässler wie hier in der Curie-Grundschule. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

641 Jungen und Mädchen aus Brandenburg an der Havel wurden im vergangenen Jahr schulpflichtig. In diesem Jahr sind es 603 Einschüler, die an den öffentlichen und privaten Schulen erwartet werden, wie Viola Cohnen, für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin der Stadt Brandenburg, am Donnerstag der MAZ sagte. Hinzu kommen noch jene Kinder entsprechenden Alters, die bis zum September noch nach Brandenburg umziehen werden.

Für die Eltern hat indes die heiße Phase der Schulanmeldungen begonnen. Noch bis zum 26. Februar müssen die neuen ABC-Schützen an der für sie zuständigen Grundschule angemeldet werden. Nach Angaben von Viola Cohnen „ist bei der Anmeldung das schulpflichtige Kind in der Schule persönlich vorzustellen.“ Mit dabei haben sollten die Eltern die Bescheinigungen der Sprachstandsfeststellung und die Geburtsurkunde.

Anmeldephase hat begonnen

In Brandenburg herrscht, eingeschränkt allein durch die Aufnahmekapazitäten, freie Schulwahl. Es stehen mit der neuen Grundschule in der Kleinen Gartenstraße erstmals zehn städtische Grundschulen zur Auswahl. Hinzu kommen die beiden Grundschulen in freier Trägerschaft. Dies ist die Evangelische Grundschule am Dom und die Wir-Grundschule in der Wilhelmsdorfer Vorstadt. Dort werden nach Angaben des Kinderfördervereins Wir 18 Jungen und Mädchen eingeschult. Die Evangelische Grundschule rechnet nach Angaben von Schulleiterin Katja Gohlke mit zwei vollen Klassen mit je 25 ABC-Schützen.

Die städtischen Grundschulen unterscheiden sich von ihren Konzepten. So gibt es etwa die montessori-orientierte Klingenberg-Grundschule. Auf ihren Webseiten informieren darüber die jeweiligen Schulen.

Landesweit werden nach Angaben von Florian Engels, Sprecher des brandenburgischen Bildungsministeriums, genau 21 176 Jungen im nächsten Schuljahr schulpflichtig. Das sind alle Kinder, die bis zum 30. September dieses Jahres das sechste Lebensjahr vollenden. Hinzu kommen die Jungen und Mädchen, die im vorigen Jahr vom Schulbesuch noch zurückgestellt wurden. Auf Antrag der Eltern können aber auch jene Kinder, die zwischen Oktober und Ende Dezember sechs Jahre alt werden, vorzeitig eingeschult werden.

Auf Antrag kann vorzeitig eingeschult werden

Jede der öffentlichen Grundschulen in der Stadt Brandenburg ist für bestimmte Straßenzüge zuständig. Für diese Wohnadressen werden dort die Anmeldungen entgegen genommen. Das bedeutet nicht, dass das Kind auch diese örtlich zuständige Schule besuchen muss. Hintergrund der Vorschrift, das der ABC-Schütze selbst dabei vorgestellt werden muss, ist ein Kinderschutz-Aspekt, wie Viola Cohnen bestätigt. Es ist eine Lehre unter anderem aus dem Fall der kleinen verhungerten Jessica aus Hamburg 2005, bei der die Eltern ihr Kind nicht zum Unterricht angemeldet hatten und die Behörden lediglich wegen Versäumens der Schulpflicht gegen die Eltern vorgingen, ohne nach dem Wohlergehen des Kindes zu forschen.

An einer öffentlichen Schule müssen daher auch jene Eltern zunächst ihr Kind anmelden, die sich für eine freie Schule entschieden haben. In der Praxis leitet die staatliche Schule dann die Anmeldeunterlagen an die gewünschte freie Grundschule weiter.

Bescheid erst am 31. Mai

Doch anmelden können sich die Familien zudem auch noch direkt an den freien Schulen. „Wir richten uns mit den Terminen nach denen der staatlichen Schulen“, sagte am Donnerstag Katja Gohlke von der Evangelischen Grundschule.

Im Falle der öffentlichen Schulen erfahren die Eltern und der künftige ABC-Schüler nach Angaben der Stadtverwaltung erst am 31. Mai, ob sie einen Platz an ihrer Wunsch-Schule ergattert haben.

Von Marion von Imhoff

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