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Brandenburg/H.: Gewitter gehen glimpflich aus

Unwetter in der Havelstadt Brandenburg/H.: Gewitter gehen glimpflich aus

Das große Unwetter hat Brandenburg am Wochenende nur gestreift. In der Stadt selbst blieb es ruhig. Schlimmer traf es den Landkreis Potsdam-Mittelmark: In Radewege brannte nach einem Blitzeinschlag ein Einfamilienhaus. In Bad-Belzig fingen 100 Strohballen Feuer.

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Großeinsatz für die Feuerwehr: In Radewege brannte nach einem Blitzeinschlag ein Einfamilienhaus.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Brandeburg an der Havel. Das Unwetter, das am Wochenende über die Region zog, ist für Brandenburg an der Havel vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Kurz aber heftig streifte das Gewitter am späten Freitagabend die Havelstadt, richtete aber laut Polizei und Feuerwehr keine größeren Schäden in der Stadt an.

Im Ortsteil Kirchmöser schlug ein Blitz auf einem Privatgrundstück in der Gränert-straße ein und setzte einen Pavillon in Brand. Schlimmer traf es indes eine Familie in Radewege (Landkreis Potsdam-Mittelmark): Dort schlug am frühen Sonnabend kurz vor 1 Uhr ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein und setzte das Dach, in dem sich auch das Schlafzimmer befand, in Brand. Das Paar bemerkte das Feuer rechtzeitig, alarmierte die Feuerwehr und konnte sich in Sicherheit bringen. „Als wir ankamen, brannte bereits der ganze Dachfirst“, erinnert sich Thomas Kalläne, Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Radewege. Knapp zwei Stunden benötigten die Feuerwehrleute, um den Brand zu löschen. Um das Feuer in den Griff zu bekommen, forderten die Wehrleute aus Radewege zusätzlich Unterstützung aus der Stadt Brandenburg an.

Unwetter zieht an Brandenburg an der Havel vorbei

Auch Einsatzkräfte aus Fohrde, Brielow, Pritzerbe und Marzahna (Landkreis Potsdam-Mittelmark) waren vor Ort. „Mit unseren Schläuchen kamen wir nur von unten an das Feuer heran“, erläutert der Radeweger Löschgruppenführer, Kalläne. Erst mithilfe der Drehleiter der Brandenburger Berufsfeuerwehr habe sich das Feuer gezielt von oben löschen lassen. Während die Einsatzkräfte der umliegenden Gemeinden bald wieder abrückten, nachdem die Gefahr vorüber war, blieben die Kameraden der Ortsfeuerwehr Radewege noch bis in die frühen Morgenstunden und halfen der Familie beim Aufräumen. „Das Paar hatte sich gerade erst frisches Parkett legen lassen“, sagt Kalläne. Neben dem Bodenbelag wurde zudem die Elektrik von den Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen.

Auch in Bad Belzig brannte es in der Nacht zum Sonnabend: Im Ortsteil Werbig fingen mehr als 100 Strohballen Feuer, die auf dem Gelände eines Landwirtschaftsbetriebs gelagert waren. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Vormittag an. Ob ein Blitzeinschlag die Brandursache war, ist derzeit noch unklar. Die Polizei ermittelt.

Ein Fehlalarm sorgte am Sonnabendmittag in Bollmannsruh für Aufruhr: Ein Augenzeuge meldete gegen 14 Uhr ein gekentertes Segelboot. Zwei Personen, die mit einer Jolle auf dem Beetzsee unterwegs gewesen waren, galten als vermisst. Während die Rettungskräfte den See von der Luft aus mit dem Helikopter „Christoph 35“ absuchten, hatten die Segler ihr „Opti“-Boot aber bereits wieder aufgerichtet. Der Segeltörn ging für den Vater und seinen Sohn glimpflich aus.

Entwarnung auch für die Bundesgartenschau-Gelände in Brandenburg: Während das Unwetter in Rathenow heftige Schäden anrichtete, trotzten Packhof und Marienberg dem Starkregen. Zerstört wurde nichts. „Wir hoffen, dass das so bleibt“, sagte Standortleiter Thorsten Graser der MAZ. Auch für Montag sind leichte Gewitter gemeldet.

Von Josefine Sack

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