Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Brandenburg/Havel bekommt den Super-Blitzer

Verkehrsüberwachung Brandenburg/Havel bekommt den Super-Blitzer

Brandenburg an der Havel hat einige Verkehrsüberwachungsanlagen – kurz Blitzer – installiert. Doch künftig soll es neben den bereits im Einsatz befindlichen Geräten zusätzlich ein besonders edles Modell sein, das nicht nur die Raser, sondern auch die Rotlichtsünder erwischt.

Voriger Artikel
Stellenstreit: Ministerium hält sich zurück
Nächster Artikel
Die Sankt-Annen-Straße strahlt am stärksten

Am Leipziger Dreieck in Potsdam steht der Poliscan seit 2014.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Brandenburg/H. Für 140 000 Euro will die Stadt in diesem Jahr neue Blitzgeräte anschaffen, nachdem sie im vorigen Jahr schon ein Auto für die mobile Verkehrsüberwachung für 30 000 Euro gekauft hat. Im nächsten Jahr soll für 43 400 Euro eine stationäre Anlage durch eine neue ersetzt werden.

Das meiste Geld dürfte in diesem Jahr für den Superblitzer ausgegeben werden – eine bis zu 2,70 hohe Aluminiumsäule mit vier dunkelroten Ringen. Das etwa 80 000 Euro teure Gerät kann alles – mehrere Fahrspuren in beide Richtungen überwachen und neben Geschwindigkeits- auch Rotlichtverstöße erfassen. Es soll in Höhe des Bahnhofsvorplatzes direkt an der B 1 / 102 installiert werden.

Bis zu 2,70 Meter hoch

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um eine Poliscan-Säule der Firma Vitronic aus Wiesbaden. Offiziell bestätigen will dies Verwaltungssprecher Jan Penkawa allerdings noch nicht: „Aus vergaberechtlichen Gründen können derzeit aufgrund des noch laufenden Verfahrens keine inhaltlichen Angaben zur Vergabe der Blitzersäule gemacht werden. Erst nach verbindlicher Behandlung und Beschlussfassung im Hauptausschuss sind nähere Auskünfte möglich.“ Allerdings kursieren nach MAZ-Informationen bereits Bilder und technische Beschreibungen im Rathaus.

Die Poliscan-Säule hat viele Vorteile gegenüber den alten „Starenkästen“: Sie kann mehrere Fahrzeuge pro Sekunde ablichten, sie kann drei Spuren je Fahrtrichtung überwachen, sie sendet pro Fall je eine digital verschlüsselte und signierte Datei mit Bild- und Messdaten sowie Angaben zum Messsystem, Benutzer und Messort. Es können 3300 Fälle gespeichert werden, bevor das Gerät ausgelesen werden muss. Das geschieht bequem vom Rathaus aus, weil kein Mitarbeiter mehr zum Film- oder Kamerawechsel rausfahren muss. Es sind vor allem keine Induktionsschleifen oder Piezo-Sensoren in der Fahrbahn mehr notwendig, diese wird geschont, weil die Geräte ausschließlich auf Laser-Basis arbeiten. Jede Säule ist mit zwei hochauflösenden Digitalkameras ausgerüstet.

Zwei hochauflösende Digitalkamera

Das Geld stellt Kämmerer Steffen Scheller in seinem Haushalt bereit, will er doch auf 52 000 „Blitze“ in diesem Jahr kommen und mindestens 940 700 Euro an Verwarngeldern und 104 500 Euro an Bußgeldern einnehmen. Im Vorjahr wurden die geplanten Fallzahlen klar verfehlt – statt 52 000 waren es lediglich 31 724.

Der Standort am Hauptbahnhof dürfte konsensfähig sein, hier überqueren auch viele Passanten und Pendler die Bundesstraße. Die Polizei absolviert hier häufiger Rotlicht-Kontrollen, führt allerdings keine Statistik dazu, sagt Direktionssprecher Oliver Bergholz. Doch gerade Auswärtige oder Menschen, welche die Strecke selten befahren, huschen beim Rot der ersten Fußgängerampel durch bevor sie vom Rot der zweiten eingebremst werden, dennoch provozieren sie gefährliche Situationen. Demnächst hilft der Rotblitz beim rechtzeitigen Bremsen.

Von André Wirsing

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg