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Brandenburg/Havel Brandenburg/Havel soll ein Licht aufgehen
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg/Havel soll ein Licht aufgehen
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18:15 28.04.2017
288 Glühbirnen in nur einem Raum. Der Rolandsaal wird verschwenderisch beleuchtet. Quelle: André Wirsing
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Brandenburg/H

6,6 Tonnen Kohlendioxid stößt durchschnittlich jeder Bürger in Brandenburg/Havel pro Jahr aus. Bis zum Jahr 2050 soll dieser Wert auf 1,7 Tonnen sinken. So steht es im integrierter Klimaschutzkonzept für Brandenburg/Havel, das die Stadtverordneten vor wenigen Wochen beschlossen hatten und das am Donnerstag im Rathaus vorgestellt wurde.

Thomas Lenz aus dem Stadtplanungsamt äußerte am Ende der Präsentation einen Wunsch. Dass sich etwas zum Positiven ändert im „letzten Raum mit so vielen Glühbirnen“. Gemeint ist der Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses. Jeder der zwölf Kronleuchter im Saal hat 24 Glühbirnen. Wie jeder inzwischen weiß ist das teure Energieverschwendung. Im Klimaschutzkonzept für die Stadt geht es auch um solche Details. Denn die Stadtverwaltung unterhält viele Gebäude in Brandenburg. Nach dem beschlossenen Konzept soll sie die betriebsbedingten Kohlendioxid-Emissionen in den nächsten gut 30 Jahren um 80 Prozent senken, wie Clemens Elbing von der Berliner Firma Infas Enermetric Consulting berichtet, der das Klimaschutzkonzept erarbeitet hat.

Die Kommune verursacht gleichwohl nur etwa ein Prozent des Kohlendioxidausstoßes in der Stadt. Größter Energieverbraucher ist die Wirtschaft mit einem Anteil von mehr als einem Drittel. Allerdings hat die Wirtschaft zwischen 2010 und 2014 immer weniger Energie verbraucht und den Kohlendioxidausstoß erheblich gesenkt: um 60 000 Tonnen auf knapp 190 000 Tonnen.

Die Belastung durch die Haushalte ist im gleichen Zeitraum um 15 000 Tonen auf knapp 140 000 Tonnen gesunken. Nur im Sektor Verkehr tut sich wenig. Er pustet gleichbleibend rund 140 000 Tonnen Kohlendioxid in die Luft.

Was die umweltfreundliche Stromerzeugung angeht, so ist der Anteil der Photovoltaik zwischen 2010 und 2014. Die Anlagen erzeugten im Jahr 2014 fast 80 000 Megawattstunden, 2010 waren es gerade einmal 600 gewesen. Dafür ist die Stromenergiegewinnung aus Biomasse in der Stadt inzwischen bedeutungslos und Wasserkraft spiel fast keine Rolle.

Bis 2050 sollen sich Haustechnik, Straßenbeleuchtung und Fuhrpark so verändern, dass der Schadstoffausstoß pro Bürger um deutlich mehr als zwei Drittel sinkt. Der Wärmebedarf soll um 80 Prozent senken, der Energiebedarf von Verkehrsmitteln um mindestens 40 Prozent. Das Klimakonzept sieht vor, dass die Unternehmen in der Stadt jedes Jahr ein Prozent weniger Energie verbrauchen und die Emissionen um zwei Prozent senken.

Von Jürgen Lauterbach

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