Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Brandenburg: Junger Blick auf Denkmale
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg: Junger Blick auf Denkmale
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 08.05.2016
Fotoreportagen über Denkmale aus dem ganzen Land Brandenburg: Schüler und ihre Mentoren eröffneten jetzt im Paulikloster eine sehenswerte Ausstellung. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Brandenburg/H

Eintauchen in verwunschene, teils vergessene und unter ihrer bedrückenden Historie belastetete und zerbröselnde Orte: Dazu lädt die Ausstellung „Suburban Tales – Denkmalgeschichten aus der Vorstadt“ im Brandenburger Paulikloster ab sofort ein. Am Mittwoch eröffneten Direktor Franz Schopper und Landeskonservator Thomas Drachenberg im Archäologischen Landesmuseum die Schau. Sie zeigt ein jugendliches, modernes Bild von Denkmalen in einem bestechendem Fotodesign.

Ein Dutzend Fotos von Schülern aus Babelsberg

Denn die Ausstellung besteht ausrund einem dutzend Fotoreportagen von Schülern der Medienschule Babelsberg. Sie gingen wachen Auges und mit ihren Kameras zu Denkmalen, die verschiedener nicht sein könnten. Da ist die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück, zu der Hannah Kohts mit der Jüdin Agnes B. aufbrach. Da ist Tina Buckow, die den verfallenen 1936 errichteten Bücker Flughafen Rangsdorf in magische Fotos bannte.

Von dort brach Claus Schenk Graf von Stauffenberg zur Wolfsschanze auf, um Hitler am 20. Juli 1944 zu töten, was dramatisch scheiterte. Zu sehen sind Dorfkirchen, verfallene Schlösser und Industriedenkmale wie das Papierfabrik in Hohenofen, die Stadtkirche in Ludwigslust oder – auch das ein magischer, bedrückender Ort – das Olympiadorf in Elstal, entstanden unter den Nationalsozialisten, um die Welt darüber zu täuschen, dass „das braune Deutschland sehr weltoffen und ungefährlich sei“, sagt Drachenberg. Eine sehr gelungene Arbeit von Rebecca Freund ist dazu im oberen Kreuzgang des Pauliklosters zu sehen.

Reportage über ein altes Kino in Werder

Auch in der Zeit um 1940 entstand das Scala-Kino in Werder, das heute von einem Verein betrieben wird und in dem sonntags live „Tatort“ zu sehen ist. Eine Fotoreportage von Till Hintersdorf ist über das Kino entstanden. Dem Kino und seinen Betreibern zu helfen mit seiner Dokumentation, das war dem jungen Medienschul-Absolventen ein großes Anliegen, wie er berichtet.

Auch ein Blick auf einen verwunschenen Ort bieten die Fotos von Beelitz-Heilstätten. Mira Rumpel betitelt diese Arbeit mit „Ruinenlandschaft“. Habe sie anfangs den Ort als „gruselig“ empfunden, zog er sie später in seiner verfallenen und besonderen Architektur magisch an.

Denkmale erzählen Geschichten

„Mit den Kamera-Augen lösen sie die Denkmale aus dem Fluss der Zeit heraus“, sagt Schulleiter Dirk Randolff in seiner Eröffnungsrede. „Es ist erstaunlich, wie Denkmale Geschichten erzählen können. Was die Substanz erzählt über unsere eigene Geschichte“, sagt Landeskonservator Drachenberg. Der Titel der Ausstellung „Suburban Tales“, also Vorstadt-Geschichten über Denkmale nennt er „grandios. Ein Denkmal ist ein Denkmal, weil es Geschichten erzählt.“

Gefördert hat das Projekt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Brandenburgische Amt für Denkmalpflege und die Denkmalschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Es ist bereits die vierte Zusammenarbeit der Medienschule mit dem Archäologischen Landesmuseum Brandenburg.

Ausstellung Zu sehen sind die Fotoreportagen „Suburban Tales“ noch bis zum 5. Juni.

Von Marion von Imhoff

Groß war der Jubel unter den Brandenburger Delegierten, als am Abend des 31. Mai 2014 die Nachricht verkündet wurde. Am Rande der letzten Europameisterschaft der Ruderer in Belgrad erfuhren sie, dass die Havelstadt den Zuschlag für die nun anstehenden Wettkämpfe auf dem hiesigen Beetzsee bekommt. Wir skizzieren noch einmal die umfangreichen Vorbereitungen seither.

05.05.2016

Aus ganz Deutschland und dem Ausland reisen sie an, damit bei den Wettkämpfen der Ruder-Europameisterschaft alles reibungslos klappt: Ohne die 260 Ehrenamtlichen wäre das Sportereignis nicht vorstellbar. Viele von ihnen gehören zum Ruderclub Havel Brandenburg (RCHB). Einige haben sogar schon vor zwei Jahren mit der Planung begonnen.

06.05.2016
Brandenburg/Havel Feuer in Sankt-Annen-Straße - Flammen im Fachwerkhaus gelöscht

Aufregung in der Brandenburger Sankt-Annen-Straße: Am Vorabend des Himmelfahrtstages kam es unweit des Stadtkanals zu einem Feuerwehreinsatz. In einem leerstehenden Anwesen war ein Brand ausgebrochen. Der Verkehr in Richtung Innenstadt wurde unterbrochen.

05.05.2016
Anzeige