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Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel zeigt sich in Berlin
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel zeigt sich in Berlin
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00:18 13.03.2016
Brandenburg an der Havel präsentiert sich auf der Reisemesse. Quelle: Nadine Pensold
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Berlin

Es ist das Jahr eins nach der Bundesgartenschau und auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) wirbt Brandenburg an der Havel selbstbewusst für einen Besuch in Stadt und Umland. Mit einer sonnigen Ansicht der Jahrtausendbrücke, der Havelkönigin, reichlich Broschüren und Kartenmaterial empfängt man die Messebesucher am Stand. „Die Buga hat die Bedeutung der Region sehr vorangebracht. Hier locken wir aber mit dem, was schon vor der Bundesgartenschau da war“, sagt Thomas Krüger, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft STG.

Thomas Krüger, Geschäftsführer der STG und Katja Blank, die Havelkönigin 2015 Quelle: Nadine Pensold

Noch bis Sonntag präsentieren sich die Reiseregionen Brandenburgs auf dem Messegelände unterm Funkturm in Berlin, um beim Publikum in Halle 12 aus nah und fern Lust auf die Mark zu machen. Spielzeugmuseum, Loriot und Backsteingotik, Kanutouren und Bootsverleih – es sind vor allem Kulturangebote und die Nähe zum Wasser, mit denen Brandenburg an der Havel bei seinen Gästen Punkten kann. „Diese Symbiose ist einzigartig in unserer Region“, sagt Krüger. Die Stadt profitiert dabei weiter von der Bundesgartenschau, denn die hat viele neugierig auf mehr gemacht.

Viele Buga-Gäste kommen wieder nach Brandenburg an der Havel

Das merkt zum Beispiel Judith Nauendorff vom Sorat Hotel am Altstädter Markt. Trotz Winterzeit hat sie seit Jahresanfang deutlich mehr Buchungen als sonst im Januar und Februar. „Viele Menschen waren bei der Buga, haben es bei ihrem Besuch aber nicht geschafft, alles, was sie sich vorgenommen haben, anzusehen. Das wollen sie bei einem erneuten Aufenthalt nachholen“, sagt die Hotel-Direktorin. Besucher, die jetzt in der Nebensaison kommen, seien vor allem an der Stadt und den Kulturangeboten interessiert.

Das Jahr 2015 war ein gutes Tourismusjahr für die Stadt Brandenburg. Im Vergleich zu den anderen kreisfreien Städten des Landes landet sie zwar nur auf Platz drei nach Potsdam und Cottbus, was die Gästezahlen anbelangt, aber keine andre Stadt schaffte ein zweistelliges Wachstum bei den Gäste- und Übernachtungszahlen.

Rund 262000 Übernachtungen weist die Auswertung des Statistischen Landesamts aus. Das ist ein Plus von fast 40 Prozent zum Jahr 2014.

Nirgendwo in der Mark bleiben ausländische Touristen so lange, wie in Brandenburg an der Havel – im Schnitt verbringen sie hier vier Tage, mit einem Schnitt von 3,6 Tagen landet der Landkreis Oder-Spree auf Platz zwei. Ein deutliches Minus fährt die Stadt aber bei den Gesamtübernachtungszahlen der ausländischer Gäste ein – die Zahlen fielen um 21 Prozent auf unter 20.000.

Die Reisemesse ITB ist für Privatbesucher diesen Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Angebote der Tourismusverbände in Berlin und Brandenburg findet man in Halle 12 des Berliner Messegeländes.

Die Hotel-Direktorin kann wie andere Gastgeber auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Denn die Bundesgartenschau brachte mehr als 106000 Übernachtungsgäste in die Stadt, knapp 5000 davon reisten aus dem Ausland an. Das ist eine Steigerung um knapp 49 Prozent bei den Gästezahlen in Hotels und Pensionen. „Mit so viel Zuwachs haben wir gar nicht gerechnet“, sagt STG-Geschäftsführer Thomas Krüger, der sich zwar sehr über dieses Ergebnis freut, sich künftig aber eine gemächlichere Entwicklung bei den Tourismuszahlen wünscht. „Solche extremen Sprünge sind nicht gesund. Es ist wichtig, dass wir kontinuierlich wachsen, denn Servicequalität und Angebote müssen sich mit entwickeln.“

Busunternehmen bieten Touren an

Dass weiter mehr Touristen die Stadt als Reise- und Ausflugsziel ansteuern, ist dabei recht wahrscheinlich. Durch die Buga haben fünf weitere Busunternehmen und Reiseveranstalter Brandenburg an der Havel in ihre Angebote aufgenommen. „Es gibt zwar keine Buga mehr, aber man kann zum Beispiel Touren unter dem Motto ,Von Garten zu Garten in der Region anbieten’“, regt Judith Nauendorff an.

Informationsmaterial der Reiseregion Brandenburg Havel Quelle: Nadine Pensold

Die Tourismusexperten gehen auch davon aus, dass die aktuelle Weltlage sich auf die Reisestatistik auswirken wird. Die vielen internationale Krisen und die Angst vor Terrorismus beeinflusst die Reisenden bei der Wahl ihrer Urlaubsziele. „Wir beobachten, dass sich viele für Last-Minute-Angebote entscheiden“, sagt Thomas Krüger.

Oftmals wird dann auch lieber ein Urlaub in der Heimat als im Mittelmeerraum gebucht.

Für Zuwächse kann in den kommenden Monaten zudem ein sich näherndes Jubiläum sorgen – das von 500 Jahre Reformation. Mit Jüterbog als wichtigstem Ort dieses Ereignisses in Brandenburg, befindet sich das Zentrum zwar in der Reiseregion Fläming, der dortige Tourismusverband strebt aber auch eine enge Zusammenarbeit mit den benachbarten Städten und Kreisen an. Das ist ganz im Sinne von Thomas Krüger. „Wenn jeder sein Ding macht, werden wir nicht erfolgreich sein.“

Das Stichwort ist dabei der Synergieeffekt. „Niemand aus Berlin fährt für drei Tage nur nach Brandenburg an der Havel“, sagt Judith Nauendorff. Die Gäste – auch solche, die von weiter her anreisen - wolle die Stadt, das Umfeld und benachbarte Angebote nutzen. Gerade deswegen sei die Kooperation mit den anderen Tourismusverbänden im Land sehr wichtig.

Von Nadine Pensold

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