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Brandenburg/Havel Brandenburg aus Sicht der Künstler
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg aus Sicht der Künstler
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06:10 26.11.2014
Ehrhardt Curt, Gypsies in Kirchmöser. Quelle: privat
Brandenburg an der Havel

Diese wird im Städtischen Museum im Frey-Haus zu sehen sein. „Wir hoffen noch auf die eine oder andere besondere Leihgabe, aber schief gehen kann jetzt eigentlich nichts mehr“, sagt Wulf Holtmann.

Die Erleichterung sind ihm und seiner Frau Undine anzumerken. Die Idee zu einer Gemäldeschau zum Thema Brandenburg an der Havel kam den beiden schon vor zwei Jahren. Anfang dieses Jahres stießen sie dann auf das frühere Atelier des bekannten Expressionisten Arnold Topp im Bauhauskomplex am Rosenhag – seither arbeiten die Grafikerin und der promovierte Kunsthistoriker mit Hochdruck an der Ausstellung.

In künstlerischer Hinsicht habe Brandenburg an der Havel im 19. und frühen 20. Jahrhunderts stark von der Nähe zu Berlin profitiert, erklärt Undine Damus: „Arnold Topp zum Beispiel hatte in der Stadt eine Stelle als Lehrer, gleichzeitig war er Teil der Berliner Künstlergruppe ,Der Sturm’.“ Die Stadt sei aber auch einfach malerisch gewesen, ergänzt Wulf Holtmann: „Das Wasser, die schönen Sichtachsen, die ländliche Überschaubarkeit ganz in der Nähe der Metropole.“

Damals waren es vor allem expressionistische Künstler wie Arnold Topp, Curt Ehrhardt oder Gertrud Körner, die Brandenburg in ihren Bildern festgehalten haben. Gezeigt werden aber auch Arbeiten von Malern wie Walter Garski und Karl Säwert, die zu DDR-Zeiten in der Stadt wirkten, bis hin zu Zeitgenossen wie Viktor Stricker und Jutta Pelz. Stricker kam zu Beginn der 1990er-Jahre aus Nowosibirsk nach Brandenburg, Pelz arbeitet hier als Kunstlehrerin. „Auf diese Weise wollen wir verschiedene Generationen erreichen und den Brandenburgern ihre Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen“, sagt Wulf Holtmann.

Die Schau selbst ist allerdings nicht chronologisch aufgebaut, sondern thematisch: Überall Wasser heißt einer der Aspekte, weitere sind Arbeit und Stadtmenschen oder bekannte und unbekannte Ansichten der Stadt: „So bekommen wir eine gewisse Vielseitigkeit in die Ausstellung und zeigen nicht immer die selben Motive“, erklärt Undine Damus-Holtmann. „Interessant fanden wir auch Gemälde von schmuddeligen Ecken oder Orten, an denen man sonst achtlos vorbeigeht.“

Die Bilder, die die beiden zusammengetragen haben, stammen zum größten Teil aus Privatsammlungen – manches aus der Havelstadt selbst, aber auch aus ganz Deutschland und Europa. Die Kärrnerarbeiten wie Recherche und Akquise der Bilder sind größtenteils getan. Langweilig wird den beiden bis zur Eröffnung am 1. Juli kommenden Jahres aber kaum: „Wenn der Bilderbestand endgültig feststeht, machen wir uns an den Ausstellungskatalog“, sagt Undine Damus-Holtmann. „Und museumspädagogisch überlegen wir uns auch noch etwas.“ Angedacht sind zum Beispiel thematische Stadtführungen ergänzend zur Ausstellung oder eine Medien station, in der Gemälde mit aktuellen Fotografien gegenübergestellt werden. Das Frey-Haus wird für die spektakuläre Ausstellung komplett leergeräumt und in einem einheitlichen Ton gestrichen.

Von Martin Küper

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