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Brandenburg hat keine Lust auf Klassenkampf

Tag der Arbeit Brandenburg hat keine Lust auf Klassenkampf

Als machtvollen Demonstrationszug konnte man das Häuflein von etwa 90 Frauen und Männern nicht bezeichnen, das am Sonntag anlässlich des 1. Mai nach Klängen der Gruppe „Beatverschiebung“ durch Brandenburg an der Havel marschierte. Bei bestem Wetter feierten die Teilnehmer nach diversen Reden bis zum frühen Nachmittag ein harmloses Familienfest.

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Der kleine Demo-Zug lief seine gewohnte Route.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Als machtvollen Demonstrationszug konnte man das Häuflein von etwa 90 Frauen und Männern nicht bezeichnen, das am Sonntag anlässlich des 1. Mai nach Klängen der Gruppe „Beatverschiebung“ vom Neustädtischen Markt zum Altstädtischen Markt marschierte. Dort, zwischen den signalroten Schirmen von DGB mit einzelnen Gewerkschaften, SPD und Die Linke und der DKP, Kuchenbüffet, Bratwurst- und Getränkeständen und Bühne, wurde bis zum frühen Nachmittag ein Familienfest gefeiert.

Doch ehe die Band „Saitensprung“, Volkschor und Schlagerstar Claudia Gerlach sich richtige entfalten konnten, wurden von der Bühne ernstere Töne laut. Schon an deren Stirnwand war zu lesen, worum es hier an diesem 1. Mai 2016 geht: „Es ist Zeit für mehr Solidarität und „Umverteilung von Reichtum – Schaffung weltweiter sozialer Gerechtigkeit“ hieß da.

Monika Beutel, Kreisvorsitzende des DGB und Roland Tremper, Verdi-Vize-Chef von Berlin/Brandenburg, sprachen sich dabei gegen den Missbrauch von Leiharbeit, gegen die Schäuble-Vision einer Rente mit 70, Kinderarmut, Altersarmut und ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aus. Themen war neben vielen anderen auch die Forderung nach einer Erbschaftssteuer und einer Vermögenssteuer. Es sei Zeit, sich von dem Bild zu trennen, aus Tellerwäschern könnten Millionäre werden. „Wir haben schon genug Tellerwäscher“, rief er in die Runde.

Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann sprach sich dafür aus, den traditionellen 1. Mai auch künftig beizubehalten und erinnerte daran, dass es gelungen sei, die Kurzarbeit im Stahlwerk zu beenden. Nun müsse für eine Regulierung der Billigimporte gesorgt werden. Im Anschluss an die einzelnen Redner sprachen Vertreter von Betriebsräten über aktuelle Probleme in ihren Unternehmen.

Von Jürgen Krumnow

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