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Brandenburg/Havel Brandenburg hat neuen Chefarzt für die Innere
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg hat neuen Chefarzt für die Innere
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00:18 17.04.2016
Due Neuen in der Klinik: Chfarzt Stefan Lüth (rechts) mit Biochemiker Werner Dammermann und BTA Katharina Heinzel. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Stefan Lüth (47) findet das städtische Klinikum, die Medizinische Hochschule und die Stadt Brandenburg so attraktiv, dass er nach nur einem halben Jahr seine Chefarztposition im viel größeren Duisburger Krankenhaus aufgegeben und an die Havel gekommen ist. Der Internist ist Spezialist für den Bauchraum und das Immunsystem. Als Wissenschaftler umtreibt den neuen Chefarzt die Frage: Was geschieht im Körper, wenn Menschen alt werden?

Seit Anfang des Monats leitet der in Hessen aufgewachsene Internist als Nachfolger von Wilfried Pommerien die städtische Klinik für Innere Medizin. Er bringt die Erfahrung großer klinischer Pharma-Studien mit nach Brandenburg. Vor einem Jahr hatte der damalige leitende Oberarzt der Universität Hamburg begonnen, sich auf Chefpositionen zu bewerben.

Lüth ist in Hessen aufgewachsen

Stefan Lüth schaffte es auf die Berufungsliste der Uniklinik Salzburg. Außerdem wollten Duisburg und Brandenburg den sportlichen Chefarzt für ihre Klinken gewinnen. Brandenburg erhielt den Zuschlag, entscheidend dafür war die wissenschaftliche Perspektive an der Medizinischen Hochschule und der hohe Standard der medizinischen Versorgung im Krankenhaus.

„Ich habe das Gefühl, dass ich angekommen bin“, sagt der umzugserfahrene Mann, der seinen Frau und seine drei Kinder im Sommer aus Hamburg nachholen will. „Ich habe wohl ein Heimat-Gen“, sagt der Mediziner, dessen Vater aus Perleberg stammt.

Familie kommt aus Hamburg nach Brandenburg

Elfenbeinturmforschung möchte Stefan Lüth in Brandenburg nicht betreiben. Er will im Verbund mit anderen Wissenschaftlern herausfinden, wie sich das Immunsystem im Altern so verändert, dass die Menschen anfälliger für Infektionen werden und zunehmend an Krebs erkranken. Dabei unterstützen ihn der Biochemiker Werner Dammermann und die BTA Katharina Heinzel. die er aus Hamburg mitgebracht hat.

Der Internist, der einen verfeinerten Tuberkulose-Test entwickelt hat, möchte an die Arbeit Pommeriens anknüpfen und das auf die Vorsorge ausgerichtete Darmzentrum mit gleichem Energie fortsetzen. Dabei betont er den engen Zusammenhang von Leber und Darm. „Krankheiten, die in der Leber beginnen, gehen in den Darm und umgekehrt“, sagt Lüth. Sein Augenmerk gilt der Fettleber, die 20 bis 40 Prozent aller Erwachsenen haben, die meisten, ohne es zu wissen.

An neuartigem Tuberkulose-Test getüftelt

Der neue Chefarzt ist nicht nur beruflich, sondern auch privat vielseitig. Er spielt Klavier, coverte als Keyboarder einer Band Depeche-Mode-Stücke, läuft Ski und spielt Tennis. Gegen seinen gerade zwölfjährigen Sohn hat er allerdings Chance mehr. Dessen Schmetter- und Stoppbällen läuft er meist hinterher.

Von Jürgen Lauterbach

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