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Brandenburg/Havel Brandenburg sagt Stromfressern den Kampf an
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg sagt Stromfressern den Kampf an
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00:17 31.03.2016
Ein Schwerpunkt des städtischen Klimaschutzplans wird die Optimierung der öffentlichen Straßenbeleuchtung sein. Quelle: Konrad Radon
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Brandenburg/H

Wie viel Strom und Wärme verbrauchen öffentliche Gebäude, welche Bedeutung hat das Stadtgrün oder der Biotop-Verbund an der Havel fürs Mikroklima? Solchen Fragen wird beim Erstellen des Klimaschutzkonzeptes für Brandenburg an der Havel nachgegangen – das Papier soll bis zum Jahresende fertig sein und Institutionen wie Bürgern Anleitung geben, was jeder für den Klimaschutz tun kann.

„Für uns kommt es um einige Jahre zu spät, weil wir beispielsweise schon viele Gebäude und Schulen energetisch saniert haben. Doch ist eine Grundlage wichtig, an der das Handeln in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden kann“, sagt der Stadtentwicklungsbeigeordnete Michael Brandt (CDU). Aber erst jetzt gab es die Möglichkeit, dafür auch Fördermittel vom Bund zu bekommen, immerhin fast 86 000 Euro, so dass die Kommune aus eigener Kraft lediglich 15 000 Euro aufbringen musste.

Doch gibt es noch mehr mögliche Maßnahmen wie den Aus- und Umbau der Wärmeversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, das energetische Optimieren von Straßenbeleuchtung, Abfallwirtschaft oder Kläranlagen, das Aufspüren von Einsparpotenzialen in Privathaushalten sowie das Optimieren von Mobilität, egal ob privat oder im Öffentlichen Nahverkehr. „Mit dem Klimaschutz- und Energiekonzept der Stadt wird erstmalig eine Vollerhebung aller Energieverbräuche der Stadt in den vier Nutzungssektoren Wohnen, Gewerbe/Handel/Dienstleistung, Mobilität und Industrie durchgeführt“, sagt Brandt.

Die Klimaschutz-Planer

Beauftragt mit dem Erstellen des Klimaschutzkonzeptes sind die Firmen Infas Enermetric Consulting GmbH mit Sitz in Greven und Berlin sowie DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG.

Infas Enermetric hat 20 Mitarbeiter und bietet Beratungsleistungen, Energie- und Klimaschutzkonzepte sowie Quartierskonzepte für Kommunen an.

DSK wurde 1957 gegründet, beschäftigt 210 Mitarbeiter, betreut 760 Projekte in 14 Bundesländern, hat den Hauptsitz in Wiesbaden sowie 17 Niederlassungen. Ein Schwerpunktthema ist beispielsweise die klimagerechte Stadtentwicklung.

Beide Firmen zusammen sollen unter anderem die Energie- und Kohlendioxidbilanz der Stadt erfassen, Potentiale ermitteln und daraus Maßnahmen ableiten. In diesem ganzen Prozess müssen aber direkt Beteiligte sowie Einwohner gehört und ihre Anregungen und Mitarbeit integriert werden.

Gemeinsam mit einer Expertengruppe hat er sich im sachsen-anhaltinischen Delitzsch umgesehen, das als Musterstadt gilt. „Die haben sich über den European Energy Award dem Thema angenähert, aber eines Tages auch für uns einen Preis bei der Europäischen Union abzuholen, ist doch auch ein lohnenswertes Ziel.“ Der Delitzscher Bürgermeister lebe den Klimaschutzgedanken und begeistere andere Akteure dafür. „Das muss von der Spitze gelebt werden und es müssen die Bürger einbezogen werden mit vielen Angeboten zum Diskutieren.“

Konfliktpunkte gibt es naturgemäß, auch für eine Kommune. So muss diese beispielsweise immer ins Verhältnis setzen, wie sich der höhere Anschaffungspreis von LED-Straßenlampen und die tatsächliche Energieeinsparung am Ende rechnen.

Klimaschutz und Energieeinsparung eignen sich allerdings auch hervorragend beispielsweise für Schulprojekte: So werden die Kinder spielerisch an die Umweltthemen herangeführt und sie üben gleichzeitig Einfluss und Vorbildfunktion in ihren Familien aus. An diesem Mittwoch sollen die Stadtverordneten das Aufstellen des Klimaschutzplanes offiziell beschließen. Das gilt aber als reine Formsache, im Stadtentwicklungsausschuss gab es durchweg Begeisterung.

Von André Wirsing

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