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Brandenburger Autofahrer waren leichtsinnig

Der unterschätzte Winter Brandenburger Autofahrer waren leichtsinnig

Das schnelle Verschwinden des Schnees hat offensichtlich einige Brandenburger sorglos gemacht – zumindest waren sie am Montagmorgen überrascht von der Eisdecke auf Gehwegen und Straßen – mit schlimmen Folgen für so manchen Verkehrsteilnehmer in der Havelstadt und der Region.

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Die Fahrerin dieses Wagens überlebte den Unfall auf der A 2 nicht.

Quelle: Julian Stähle

Brandenburg/H. Einige hatten wohl schon gedacht, der Winter sei vorbei. Vom Blitzeis überrascht wurden an diesem Montagmorgen viele Brandenburger. Vor allem Bürgersteige waren vereist – für manche nicht leicht erkennbar, weil vielerorts noch ein leichter Wasserfilm das Eis bedeckte. Auch auf wenig befahrenen Straßen und Parkplätzen bildete sich der tückische Belag.

Für einige Menschen hatte das schmerzhafte Folgen. „Wir hatten viele Verletzte zu versorgen. Mindestens ein Dutzend Patienten wurden mit Verletzungen eingeliefert, die auf die Glätte zurückzuführen sind“, sagt Wiebke Weiland. Die Chefin der Rettungsstelle im Städtischen Klinikum und ihr Team hatten Schädel-Hirn-Traumata zu versorgen, in der Mehrzahl Hand- und Fußbrüche. „Die Frakturen an Händen und Sprunggelenken hielten sich in etwa die Waage. Die Mehrzahl der Verletzten mussten wir auch stationär aufnehmen.“

Ein Dutzend Patienten

Richtig schlimm hatte es um 7.45 Uhr eine Radfahrerin erwischt, die von der Neuendorfer Straße in Richtung Caasmannstraße unterwegs war und an der Kreuzung Zanderstraße so schwer stürzte, dass sie sich einen offenen Beinbruch zuzog, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum.

Ihre Streifenkollegen mussten im Stadtgebiet um 6.24 Uhr den ersten Unfall aufnehmen: An der Hausmannstraße/Ecke Bauhofstraße fuhren zwei Pkw hintereinander, der Fahrer des ersten bremst, der zweite schaffte es nicht mehr und schiebt den Vorausfahrenden auf ein parkendes Auto.

Auf dem Neustädtischen Markt setzte ein Autofahrer seinen Suzuki unbeabsichtigt gegen einen Poller, am Auto entstand Blechschaden, der Poller blieb unversehrt.

Erster Unfall gegen halb Sieben

Nicht aber der Wagen einen Mittelmärkers, der auf der Gördenallee unterwegs war, als ein Brandenburger mit seinem Pkw aus dem Rotdornweg kommend mit ihm zusammenstieß.

Insgesamt sei die Unfallsituation bei dieser Wetterlage einigermaßen überschaubar geblieben, schätzt Jana Birnbaum den Vormittag ein.

Bereits am Sonntagabend ist es zu einem tragischen Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 gekommen. Nach Angaben der Polizei Potsdam kam eine 60-Jährige zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Berlin mit ihrem Wagen ins Schleudern. Dabei wurde das Fahrzeug aus bisher noch unbekannter Ursache gegen die Leitplanke und wieder auf die mittlere Fahrspur geschleudert. Das Auto der Frau stellte sich dabei quer. Zwei nachfolgende Wagen fuhren in das Fahrzeug. Die Unfallverursacherin starb noch am Unfallort. Einer der beiden anderen Fahrer kam leicht verletzt ins Krankenhaus.

Von André Wirsing

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