Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Satanismus: In den Fängen des Bösen

Wie ein Kind in den Strudel einer Sekte geriet Satanismus: In den Fängen des Bösen

Der Autor aus Kloster Lehnin Manfred Haertel hat eine unglaubliche Geschichte aufgeschrieben: Es geht um einen Jungen, der Schuld am Tod seines kleinen Bruders sein soll und dann an eine satanistische Sekte gerät. Tiefer und tiefer gerät er in den Strudel des Bösen. Manfred Haertel hat diesen Jungen vor 20 Jahren als Lehrer kennengelernt. Die MAZ hat mit ihm über seinen Satanismus-Roman gesprochen.

Voriger Artikel
In Reckahn springt die schwere Klasse
Nächster Artikel
Buga-Schau läutet Herbst in Brandenburg ein

Autor Manfred Haertel.

Quelle: Heiko Hesse

Lehnin. Als hätte der Junge nicht schon schwer genug daran zu tragen, dass sein kleiner Bruder beim Baden ertrunken ist. Wolf, so heißt der zwölfjährige Junge, soll auch schuld daran sein. Alle zeigen auf ihn, die Eltern verachten ihn. Und das Kind will Erlösung und gerät in den Strudel einer satanistischen Sekte. Manfred Haertel hat diesen Jungen kennen gelernt. Das war vor über 20 Jahren an der Damsdorfer Realschule, die Haertel lange Zeit führte. Jetzt hat er das Gehörte und Erlebte in dem Roman „Der Pakt mit Luzifer“ verarbeitet, soeben erschienen bei Books on Demand in Norderstedt.

Sekte gaukelt dem Jungen vor, mit totem Bruder sprechen zu können

Der Junge besucht schwarze Messen, der Vater einer Freundin ist sein Mentor. Wolf besiegelt den Pakt mit seinem Blut und gewinnt Gefallen an den Ritualen. Der Köder: Man verspricht ihm, er könne mit seinem toten Bruder in Verbindung treten und diesen um Vergebung bitten. Dass ihm der Mentor auf dem Friedhof diese Verbindung nur vorgaukelt, erkennt Wolf erst, als er schon ganz fest in den Fängen des Bösen ist.

Autor will vor Satanismus warnen

Manfred Haertel hatte den Jungen damals nicht allein gelassen mit seiner Pein. Der Lehrer und Schulleiter hat ihn mit Therapeuten und anderen Helfern zusammen gebracht. Jetzt möchte Haertel vor allem junge Leser erreichen und sie vor dem Satanismus warnen. Nachhaltig beeindrucke habe ihn der Tod von Sandro Beyer. Der Jugendliche war 1993 einem satanischen Ritualmord zum Opfer gefallen. Auch wenn es um schwarze Messen und solche Sekten sehr ruhig geworden ist, „gibt es diese Gruppen immer noch“, sagt Haertel. Ein paar zusätzliche Informationen über das Wirken dieser Sekten und deren Strukturen hätten der Geschichte gewiss gut getan.

Wache Erwachsene und eine liebende Freundin sind es, die Wolf auf den Weg von der angenommenen Hölle zurück in die Wirklichkeit führen. Die Botschaft: Keiner ist allein, er muss nur mit offenen Augen sehen, wer ihm die Hand zur wahren Hilfe reicht.

Das Buch: Manfred Haertel, „Der Pakt mit Luzifer“, 218 Seiten, 7,99 Euro, unter anderem erhältlich in der Wichern-Buchhandlung in Brandenburg.

 

Von Heiko Hesse

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg