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Brandenburger Fahrradstation geht in 2. Saison

Verkauf, Vermietung, Reparatur Brandenburger Fahrradstation geht in 2. Saison

Neun Fahrradstationen gibt es bisher in Berlin und Brandenburg. Die Station am Hauptbahnhof in Brandenburg an der Havel geht im Jahr nach der Bundesgartenschau in ihre zweite Saison. Das erste Jahr lief gut, doch für das zweite erhofft sich Geschäftsführer Stefan Neitzel auf eine Steigerung und die Unterstützung des Citymanagements.

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Die Lastenräder, in denen Kinder transportiert werden können, sind in der Brandenburger Fahrradstation sehr beliebt.

Quelle: Norman Giese

Brandenburg/H. Mit dem Start der Bundesgartenschau in der Havelregion eröffnete im April 2015 auch die Fahrradstation im Brandenburger Hauptbahnhof. Genau einen Tag vor dem Buga-Beginn betrat Andreas Zopf, einziger Mitarbeiter der Station, erstmals den 48 Quadratmeter großen Laden. Damals gab es weder einen Computer noch eine Kasse. Auf dem nackten Betonboden wurde zunächst ein provisorischer Tresen aus Bierkisten aufgebaut. Nach und nach konnte die Fahrradstation dann aber mit Mobiliar und Leben gefüllt werden. Neben jeder Menge Fahrräder gibt es mittlerweile einen ordentlichen Ladentisch, die notwendige Technik, Regale sowie eine kleine Werkstatt.

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Mit Beginn der Bundesgartenschau eröffnete im Jahr 2015 die Fahrradstation am Brandenburger Hauptbahnhof. Im Jahr nach der Buga ist die Station weiterhin für Radler da. Mitarbeiter Andreas Zopf verkauft, vermietet und repariert dort Fahrräder.

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„Wir sind ein ganz normaler Fahrradladen mit Reparaturen aller Art“, sagt Andreas Zopf. Der 44-Jährige stammt ursprünglich aus Berlin, wohnt inzwischen aber in Schenkenberg. Die knapp 12,5 Kilometer bis zur Arbeit legt er täglich mit dem Fahrrad zurück, auch an den Wochenenden. Sowohl am Samstag (9 bis 15 Uhr) als auch am Sonntag (9 bis 11 Uhr) ist die Fahrradstation am Hauptbahnhof geöffnet.

Neun Fahrradstationen in Berlin und Brandenburg

Zum Verkauf von Rädern und Ersatzteilen sowie dem Pannen- und Reparaturservice kommt außerdem das Vermietgeschäft. Rund 15 normale Fahrräder stehen dazu momentan zur Verfügung, hinzu kommen noch einmal so viele E-Bikes. Besonders beliebt sind zudem die beiden Lastenräder, in denen Kinder mitgenommen werden können. Zum Start der Fahrradsaison soll die Auswahl demnächst aufgestockt werden. „Ich pflege und warte alle Fahrrädern“, so Andreas Zopf, der seit seinem fünften Lebensjahr an Rädern schraubt und sein Hobby zum Beruf gemacht hat.

Geschäftsführer Stefan Neitzel plant unterdessen bundesweit ein flächendeckendes Netzwerk von Fahrradstationen an Bahnhöfen aufzubauen. Neun Stationen gibt es bisher in Berlin und Brandenburg. Das Geschäftsmodell biete eine Kombinationsmöglichkeit von Bahn und Fahrrad. „Zusammen sind diese beiden umweltfreundlichen Verkehrsmittel ein unschlagbares Tandem“, findet Neitzel.

So können Pendler beispielsweise vom Reparaturservice „morgens gebracht – abends gemacht“ profitieren, während sich Reisende mit dem Mietrad die Gegend anschauen können. „Mit dem Fahrrad lassen sich die Stadt und die landschaftlich wunderschöne Umgebung am besten entdecken“, sagt Stefan Neitzel. Die Fahrradstation kann dabei den Start- und Zielpunkt darstellen.

Nächste Station in Potsdam

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, das geliehene Rad in einer anderen Fahrradstation abzugeben. Von der Stadt Brandenburg aus befindet sich die nächste Station in Potsdam. Eine Tour dorthin ist über den Havelradweg etwa 60 Kilometer lang. Dass die neue Radsaison bereits wieder begonnen hat, hat Andreas Zopf am Brandenburger Hauptbahnhof schon festgestellt: „Sowie das Wetter umgeschlagen ist, kommen alle raus und lassen ihre Fahrräder checken und für den Frühling fit machen.“

Mit den ersten Zwölf Monaten in der Havelstadt ist Geschäftsführer Neitzel derweil zufrieden. „Das erste Jahr zeigte, dass es für die Leistungen einer Fahrradstation am Bahnhof durchaus eine Nachfrage gibt“, sagt er. Für dieses Jahr strebe man nun eine Steigerung der Nachfrage an. Dazu hofft Stefan Neitzel auf die Unterstützung des Citymanagements, das zu einer Attraktivitätssteigerung des Dienstleistungs- und Einzelhandelsstandortes am Hauptbahnhof beitragen könne.

Von Norman Giese

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