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Brandenburg/Havel Brandenburger Familie mit sechs Schutzengeln
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Familie mit sechs Schutzengeln
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17:23 29.06.2018
Die Familie von Juliane Rangnow ist gern mit dem 30 Jahre alten roten VW-Bus verreist, auch gleich nach der Hochzeit. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Selbst die Kleinste hat eine Erinnerung an den Unfall am vergangenen Sonntag. „Brumm Brumm putt“, ruft Juli (2), die mit ihren Eltern und drei Geschwistern im T3-Kleinbus der Familie auf der B 107 bei Tangermünde verunglückt ist. Die Familie hat in dem Moment sechs Schutzengel.

„Wir sind so froh, dass alles so glimpflich ausgegangen ist“, sagt Juliane Rangnow (36) aus Brandenburg/Havel. Natürlich weiß die Mutter von vier Kindern, welches Glück ihre Familie hat, als ihr Kleinbus von der Bundesstraße abkommt, gegen ein Brückengeländer knallt, über Schotter rutscht und neben dem Entwässerungsgraben auf der Fahrerseite liegen bleibt. Wie durch ein Wunder wird niemand ernsthaft verletzt.

Das schöne Familienauto liegt im Graben auf der Seite – Zum Glück konnte sich die ganze Familie durch die Heckklappe befreien. . Quelle: Krug

Warum der Unfall geschehen ist? „Wir können es uns auch nicht abschließend erklären, vielleicht ein Sekundenschlaf“, sagt Juliane Rangnow. Am vergangenen Sonnabend sind die sechs Brandenburger zum Plattenburgspektakel gefahren, haben dort übernachtet und haben sich nach dem Mittagessen auf den Heimweg gemacht.

Die Kinder und ihre Mutter schlafen zum Zeitpunkt des Unglücks auf der B 107 bei Fischbeck. „Ich höre einen Knall und dann liegen wir schon auf der Seite“, erzählt die Brandenburgerin. Sie und ihr Mann schauen als erstes nach den Kindern, niemand scheint groß verletzt, auch wenn die Kinder, die im Alter zwischen 2 und 14 Jahren sind, natürlich schreien vor Schreck.

Rettung durch den Kofferraum

Der Kleinbus liegt auf der Seite. Jemand öffnet die Kofferraumtür. Ein ein älterer Herr, der den Unfall beobachtet hat, ist sofort zur Hilfe geeilt. Einer nach dem anderen krabbelt durch die Heckklappe, die sich Gott sei dank öffnen lässt, einigermaßen wohlbehalten nach draußen.

„Ihr müsst ganz liebe Menschen sein, wenn ihr so viele Schutzengel habt“, hört die Mutter die fremde Stimme sagen. Hätte es in dem Moment Gegenverkehr gegeben . . . nicht auszudenken.

Weitere hilfsbereite Menschen kommen zur Unfallstelle, trösten die Kinder, bieten ihnen zu trinken an. Die Mutter wird erst später spüren, dass sie eine Prellung am Knie hat, in jenem Moment ist kein Platz für Schmerz. Ehemann und Kinder tragen ebenfalls nur leichte oder gar keine Verletzungen davon.

Glücklich und dankbar

Doch natürlich bringen die Rettungskräfte die gesamte Familie ins Krankenhaus nach Stendal. Bis auf eine Tochter, die 48 Stunden lang zur Beobachtung dort bleibt, kann die Familie ambulant versorgt nach Hause fahren.

„Wir sind sehr dankbar und glücklich, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagt Juliane Rangnow. „Was bleibt, ist der riesige Schreck, den insbesondere die Kinder erstmal verarbeiten müssen.“ Dabei helfen die Eltern. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Die Brandenburgerin: „ Der von uns allen heiß geliebte rote T 3, der gerade das Oldtimer-Alter von fast 30 Jahren erreicht hatte, ist hin.“

Alternative Prignitz

In zwei Wochen sollte es in den Urlaub gehen. Stattdessen stehen nun viele Sorgen im Raum. Die Ferienreise fällt dennoch nicht aus. „Wir lassen uns etwas einfallen“, versichert Juliane Rangnow. Eine Idee ist Fahrradfahren und Zelten in der Prignitz.

Von Jürgen Lauterbach

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