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Brandenburg/Havel Brandenburger Heimspiel bei Broken Boards
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Heimspiel bei Broken Boards
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08:05 06.07.2015
Beim Skaten misst man keine Kräfte, sondern Tricks. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg an der Havel

Seine Tricks waren am überzeugendsten: Tommy Fuhrmann setzte sich am Samstagabend beim jährlichen Skate-Contest im Skatepark in der Sophienstraße die Krone des besten Rollsportlers auf. Der Brandenburger überzeugte die Jury bei glühender Hitze auf der Anlage nahe des Betriebshofs Hohenstücken in Wettstreit mit 22 Mitbewerbern am meisten.

Bevor die jungen Männer den Mitgliedern der Jury ihre Tricks präsentieren konnten, leisteten unzählige Helfer jedoch zunächst ganze Arbeit. Dass es am Wochenende heiß werden würde, war den Organisatoren um Christian Heise bereits Tage zuvor klar. „Wir haben deshalb in der letzten Woche noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Leuten das Zuschauen so angenehm wie möglich zu machen“, sagte Heise. Sonnenschirme, Pavillons, sogar ein Wasserschlauch zur Abkühlung – die rund 150 Besucher des Skate-Wettbewerbs wurden am Samstag bestens umsorgt.

Heimspiel für die Brandenburger

Der mit Rap-Rhythmen untermalte Rahmen der Veranstaltung auf der alten der beiden in Hohenstücken befindlichen Skateanlagen sei auch deshalb absolut gelungen, berichtete Heise vom hiesigen Rollklub. „Zumindest für die Brandenburger war die Veranstaltung ein echtes Heimspiel, denn auf der Anlage trainieren wir seit Jahren.“ Das soll sich künftig ändern, schon seit längerer Zeit bemüht sich der Verein um das Betreiben einer eigenen Halle.

Eigentlich sagt man ja, es kann nur einen Sieger geben. Doch Skater haben ihre ganz eigene Lebensphilosophie. Selbst wenn ein Havelländer den Broken Boards Wettbewerb in Brandenburg an der Havel für sich entschieden hat, sind am Ende doch alle irgendwie Sieger, Sportler und Künstler zugleich. Wir haben ein paar Eindrücke vom Skate-Event mitgebracht.

Äußerst zufrieden zeigte sich der 34-jährige Heise davon, dass es gelang, viele Teilnehmer aus dem ganzen Land für den Wettbewerb zu gewinnen. „Über die Jahre haben wir viele Leute aus der Szene kennengelernt. Es ist schön, dass einige extra für unseren Contest hergekommen sind.“ Teilnehmer waren aus Magdeburg, Dessau und Kiel angereist. „Dass der Titel in diesem Jahr durch Tommys Sieg aber endlich mal wieder in der Heimat bleibt, ist umso schöner“, freute sich Heise. Tommy Fuhrmann wusste in insgesamt drei Wertungsdurchgängen in den Kategorien Schwierigkeit, Variabilität und Gesamteindruck am besten zu überzeugen.

Hochleben des eigenen Lebensstils

Neben dem sportlichen Wettkampf um die besten Ollies, Flatlands, Grinds und Flips ging es am Samstag auf der Skateanlage natürlich vor allem um das Hochleben des eigenen Lebensstils. Laute Musik, ein entspanntes Miteinander und der pure Spaß an der eigenen Leidenschaft sind die Hauptattribute der in der Stadt stetig wachsenden Skater-Gemeinschaft, die sich mit Tipps und Ratschlägen permanent zur Seite steht. „Es war auch keiner der Teilnehmer traurig über seine Platzierung. Wir betreiben das Ganze zwar als ernstzunehmenden Sport und das Niveau war äußerst hoch, aber auf der anderen Seite auch nicht zu verbissen“, sagte Heise, der den Wettbewerb nicht nur moderierte, sondern nach den Wertungsdurchgängen selbst noch auf sein Board stieg und unter dem Beifall der Besucher eine beeindruckende Freestyle-Show auf den Asphalt legte.

Von Philip Rißling

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