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Brandenburg/Havel Brandenburger Klinikum rüstet auf
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Klinikum rüstet auf
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00:27 20.12.2015
Für jeden Krebskranken eine speziell in der Apotheke angefertigte Chemotherapie unter Reinraum-Bedingungen. Quelle: Städtisches Klinikum
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Brandenburg/H

Es sind Krankenhaus-Abteilungen, die für Patienten gemeinhin unzugänglich sind, die aber für das Funktionieren des Klinikbetriebes unerlässlich sind: Apotheke, Pathologie sowie Forschungslabore. Für alle drei Fachbereiche gilt zudem, dass ihr Aufgabenspektrum immer größer und damit der Platz knapp wird, dass sich laufend gesetzliche Anforderungen und Normen ändern und nicht zuletzt der medizinische Kenntnisstand immer größer wird, damit die Zahl der Untersuchungs- und Behandlungsmethoden steigt.

„1991 haben wir Apotheke und Labor für zwei Millionen Mark errichtet. Seitdem hat sich aber beispielsweise die Zahl der individuell zugeschnittenen Chemotherapien verzehnfacht“, sagt Gabriele Wolter. Die Geschäftsführerin des Städtischen Klinikums muss jedes Jahr zittern, ob es eine neue Betriebsgenehmigung für die Apotheke gibt. Das Landesgesundheitsamt hat bedenkliche Raumluftkonzentrationen der hochgiftigen Stoffe gemessen – die Räume sind schlicht zu klein und es fehlt moderne Lüftungstechnik. Ein Nachrüsten im Bestand hätte mindestens 750 000 Euro gekostet. Auch dann hätte innerhalb von fünf Jahren neu gebaut werden müssen.

Deshalb fiel die Entscheidung für eine größere Lösung: Da Gabriele Wolter ohnehin weitere Baustellen hat, bot sich diese an. Die Pathologie platzt aus allen Nähten, auch weil Gewebeproben nicht mehr einfach unters Mikroskop gelegt werden, sondern Schnitte einzufärben oder Zell- und Bakterienkulturen anzulegen sind, um bessere Untersuchungsergebnisse zu erzielen. „Auch hier hat uns die Akkreditierungsbehörde bereits Fristen gesetzt. Mit dem Umzug der Pathologie hätten wir den zusätzlichen Vorteil, dass die unmittelbar benachbarte Rettungsstelle vergrößert werden kann und so auch Parallelbehandlungen möglich sind“, sagt die Geschäftsführerin.

Nicht zuletzt gibt es auch Bedarf an Forschungslaboren, unter anderem für die Medizinische Hochschule MHB. Auch Forschung in Kooperation mit Pharmafirmen soll möglich sein. Und die Ober- und Chefärzte des Klinikums erheben auch Ansprüche auf eigenes Forschen.

Millionen-Investitionen

Das neue Dienstleistungshaus ist mit 18,4 Millionen nicht die einzige große Investition am Klinikum.

Zuvor wurde das neue Bettenhaus für 68,5 Millionen Euro errichtet.

Zudem entstand das Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof für 14,5 Millionen Euro, welches von Anfang an gewinnbringend arbeitet.

So gab es jüngste einen Beschluss im Aufsichtsrat zu einer Lösung „Alles unter einem Dach“. So soll ein Dreigeschosser plus Keller für die Gebäudetechnik hinter dem Laborgebäude an der Hochstraße entstehen. Noch nicht entschieden ist, ob der Neubau rechtwinklig zum Bestandsbau oder parallel versetzt errichtet wird. Um diese Fragen kümmert sich ein beauftragtes Planungsteam. Im kommenden Frühjahr legen sie genehmigungsreife Unterlagen vor, nach dem Behördendurchlauf kann im Herbst 2016 Baubeginn sein – Anfang 2018 soll das neue Haus mit 4200 Quadratmetern Nutzfläche stehen.

Die Baukosten sollen sich um 18,4 Millionen Euro bewegen, das Klinikum wird dafür einen Kredit aufnehmen, etwa 1,8 Millionen Euro Eigenanteil bringt die Stadt aus dem Kommunalinvestitionsprogramm auf. Die reinen Baukosten sind 11 bis 13 Millionen, der Rest ist für Technik und Ausstattung.

Von André Wirsing

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