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Brandenburger Loriot-Projekt wächst weiter

Wanderweg mit Waldmops Brandenburger Loriot-Projekt wächst weiter

Der Rundweg durch die Stadt mit Waldmöpsen von Loriot nimmt Gestalt an. Zusammen mit dem Denkmalschutzamt sind eine Reihe von Standorten für die Möpse ausgesucht und beschlossen worden. Das Projekt ist auf maximal 30 Bronzemöpse limitiert. Am Wochenende wurden Waldmöse am Mühlentorturm und unter den Domlinden ausgewildert.

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Missmutiger Waldmops an einem Mühlstein stehend.

Quelle: Foto: ro

Brandenburg/H. Ulrich Wendt liebt Hunde, auch Möpse. Und ganz besonders Waldmöpse. „Wann immer wir durch die Stadt laufen, freut sich mein Mann an den Waldmöpsen und streicht ihnen übers Geweih“, erzählt Wendts Ehefrau Margrit. Und so fasste sie im vergangenen Jahr einen Plan. Mit Blick auf den bevorstehenden 70. Geburtstag des bekannten früheren Leiters des Maßregelvollzugs entschied sie sich, ihm einen Waldmops „zu schenken.“ Da die von vom Brandenburger Ehrenbürger Vicco von Bülow alias Loriot erdachten und von der Künstlerin Clara Walter in Bronze modellierten Waldmöpse aber nicht privat verkauft werden dürfen, reifte in Margrit Wendt der Plan, einen Waldmops für den öffentlichen „Rundweg mit Waldmöpsen“ zu spenden.

Mit Sekt getauft

Und der wurde am Sonntag, pünktlich zum 70. Geburtstag von Uli Wendt der Öffentlichkeit übergeben. Seinen Platz hat der freche Waldmops am Mühlentorturm gefunden. Dort steht er nun unweit der Wohnung der Familie Wendt entfernt und stützt sich auf einem zentnerschweren Mühlstein. Der Jubilar, der von den Vorbereitungen nichts mitbekommen hatte, war sichtlich aus dem Häuschen. Freunde und Wegbegleiter hatten sich am Mühlentorturm versammelt um bei einem Glas Sekt die Auswilderung des Waldmopses zu feiern. Ulrich Wendt nutzte den Moment um „seinen“ Mops mit einem Schluck Sekt zu taufen und gab ihm – in Erinnerung an seinen ersten Hund, den Namen „Lehmann“.

Auch die Künstlerin Clara Walter, die sich beim dem Ideenwettbewerb des Kulturvereins für eine Loriot-Denkmal 2014 durchgesetzt hatte, freute sich sichtlich über den Coup. Denn ein wenig Sorge hatten sie, Margrit Wendt und die Mitglieder des Kulturvereins schon, dass der Jubilar die umfangreichen Arbeiten am Fundament und die Aufstellung der Plastik in der Vorwoche bemerken würde. Doch dem war nicht so, die Überraschung gelang prächtig.

Projekt auf 30 Waldmöpse limitiert

Der Rundweg durch die Stadt mit den ausgewilderten Waldmöpsen nimmt nun immer mehr Gestalt an. Zusammen mit dem Denkmalschutzamt und den Stadtentwicklern sind eine Reihe von Standorten für die Möpse ausgesucht und beschlossen worden. Das Projekt ist auf maximal 30 Waldmöpse aus Bronze limitiert. Schließlich solle der Waldmops ja nicht zur Plage werden, hatte der Vorsitzende des Kulturvereins Frank-Walter Steinmeier (SPD) schon im Vorjahr lachend erklärt.

Der Weg beginnt am Johanniskirchplatz, wo auch der Loriot-Sockel steht. Er führt durch das Rudel am Humboldt-Hain, am Plauer Torturm vorbei und das Altstädtische Rathaus zur Gotthardt-Kirche. Von dort geht es weiter über die Homeyenbrücke sowie den Dom zum Mühlentorturm. Am großen Schiffsanleger vorbei geht es dann zur Stadtinformation und weiter Richtung Paulikloster. Von dort können die Besucher den nächsten Mops am Steintorturm suchen, der noch 2016 dort seinen Platz finden soll. Durch den Theaterpark führt der Rundweg dann zum alten Stadtbad und von dort über das Heineufer zurück zur Jahrtausendbrücke, wo sich der Kreis schließt. Für Besucher, denen der Weg zu weit ist, gibt es eine Abkürzung: Die Waldmöpse an der Turnhalle der Hammerstraße und an der Augenklinik in der Packhofstraße führend die Gäste auf einem kürzeren Weg.

Weitere Spender gesucht

Derzeit sind bereits 16 Waldmöpse ausgewildert, die sich an besonders schönen Stellen der Innenstadt verstecken. Wer das Kunstprojekt zu Ehren Loriots ebenfalls unterstützen möchte, findet nähere Informationen unter www.Kulturverein-Brandenburg.de

Von Benno Rougk

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