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Brandenburg/Havel Brandenburger Musiker veröffentlicht Hörspiel
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Musiker veröffentlicht Hörspiel
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06:10 08.10.2015
Helmut Krauss und Frank Zander bei den Aufnahmen. Quelle: privat
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Brandenburg an der Havel

Lange hat es gedauert, doch im September hat Heiko Woltersdorf sein erstes Hörspiel „Die Marzipanpiraten – Im Namen der Hanse“ veröffentlicht. Auf dem Weg dahin musste der gebürtige Brandenburger jedoch einige Hürden meistern und einmal sogar komplett von vorne anfangen. Das Hörspiel, an dem auch Comedian und Sänger Frank Zander aus der Hauptstadt Berlin mitgewirkt hat, soll im nächsten Jahr sogar als Musical aufgeführt werden.

Computerabsturz löschte alles

Im Jahr 2007 war daran noch lange nicht zu denken. Nachdem Heiko Woltersdorf schon über drei Jahre an der Geschichte zu seinem Hörspiel geschrieben hatte, zwang ihn ein technischer Totalausfall zum Neustart. „Mein Computer ist damals abgestürzt und ich hatte keine Sicherheitskopie“, erzählt der heute 53-Jährige.

Weil eine Reparatur sehr teuer gewesen wäre und die Behebung des Schadens nicht garantiert werden konnte, begann Woltersdorf schließlich von Neuem. Drei weitere Jahre später war die Geschichte fertig und kam als Taschenbuch auf den Markt.

Heiko Woltersdorf Quelle: privat

Sie spielt im Jahr 1561 und handelt vom Piraten Niederstrecker, der mit seinem Kumpanen Butt eine reiche Küstenstadt belagert. Als ein spanischer Zuckerbäcker mit ein paar Kindern eine leckere Süßigkeit zubereitet, ist Niederstrecker hellauf begeistert und steht fortan auf der Seite der Guten. Dazu unterstützt er die Stadt im Kampf gegen seinen früheren Wegbegleiter Butt, der den Ort in Schutt und Asche legen will. Sein Buch hat der Berufsmusiker Heiko Woltersdorf nun auch als 127-minütiges Hörspiel umgesetzt. Insgesamt haben an der Produktion 70 Sänger, Sprecher und Musiker mitgewirkt.

Zander-Fan der ersten Stunde

Auch Autor und Produzent Woltersdorf war aktiv dabei. „Die Arrangements sind zum Großteil von mir und ich habe auch einen Song gesungen“, sagt er. Zudem hat der 53-Jährige an Keyboard und Kontrabass auch Teile der Musik eingespielt. Prominente Unterstützung bei seinem Projekt hat Woltersdorf von Sänger Frank Zander bekommen, der dem Piraten Butt seine Stimme geliehen hat. „Ich bin ein alter Zander-Fan der ersten Stunde und hatte beim Schreiben der Geschichte seinen Humor im Kopf“, so der Produzent. Allerdings dauerte es eineinhalb Jahre bis die Wunschbesetzung zusagte.

Das Warten hat sich jedoch gelohnt: „Frank Zander ist ein absoluter Profi und hat sein Herz am rechten Fleck.“ Ebenfalls kein Unbekannter ist Helmut Krauss. Der Schauspieler ist vielen als netter Nachbar in der Fernsehsendung „Löwenzahn“ bekannt. „Er ist hauptberuflich Synchronsprecher und hat unter anderem Marlon Brando in ’Der Pate’ gesprochen“, sagt Heiko Woltersdorf. In „Die Marzipanpiraten“ übernimmt Krauss die Rolle des Piratenanführers Niederstrecker.

Produktion dauerte fünf Jahre

Um sein Hörspiel neben der Arbeit als Orchestermusiker am Lübecker Theater fertigstellen zu können, musste  Woltersdorf einiges investieren. „Ich habe viel Zeit und Geld versenkt“, erzählt er. Die Produktion dauerte letztlich fünf Jahre und kostete mindestens 50.000 Euro.

„Wir haben all unsere Konten geplündert, das macht nur ein verrückter Musiker.“ Mit dem voll-endeten Werk hat sich Heiko Woltersdorf jetzt beim Deutschen Hörspielpreis beworben. Im nächsten Jahr ist außerdem geplant, „Die Marzipanpiraten“ als Musical auf die Bühne zu bringen. Mehr Informationen  zu dem Musical von Heiko Woltersdorf  gibt es im Internet unter www.diemarzipanpiraten.de.

Von Norman Giese

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