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Brandenburg/Havel Brandenburger Polizei verjüngt sich
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Polizei verjüngt sich
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21:20 18.04.2016
Junge Polizisten lernen, Tatverdächtige zu überwältigen und festzunehmen. Quelle: Karl-Heinz Rönick
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Brandenburg/Havel

Die Zahl der Straftaten im Einzugsgebiet der Polizeiinspektion Brandenburg ist im vergangenen Jahr entgegen früherer Prognosen um fast 2000 gestiegen. Zugleich beeinträchtigt der relativ hohe Krankenstand bei der Kripo deren Effektivität. Da kommen die jungen, frisch ausgelernten Polizeibeamten dem Inspektionsleiter gerade recht. Neu sind auch vier ehemalige Bundeswehrsoldaten.

Die für die Stadt Brandenburg und weite Teile des Landkreises Potsdam-Mittelmark zuständige Polizeiinspektion Brandenburg hat zwar gemessen am Stellenplan keinen Zuwachs erfahren. Dennoch freut sich Inspektionsleiter Mathias Tänzer, dass zum Monatsbeginn Stellen, die altersbedingt oder durch Versetzungen frei geworden sind, wiederbesetzt wurden.

Sechs Nachwuchs-Polizisten traten Dienst an

Zum 1. April haben drei junge Männer und drei junge Frauen im Alter zwischen 19 und 27 Jahre ihre Tätigkeit bei der Brandenburger Polizei aufgenommen. Hinzu kommen vier Beamte, die bei der Bundeswehr die Feldjägerausbildung durchlaufen haben und nach einer verkürzten polizeilichen Ausbildung ebenfalls das Team in Brandenburg an der Havel, Bad Belzig und den umliegenden Gemeinden verstärken.

Tänzer spricht von einer „deutlichen Verbesserung der Personalsituation. „Das ist eine sehr starke Hilfe“, versichert der Inspektionsleiter. Die neuen Kollegen, die ihre Ausbildung an der Fachhochschule der Polizeifachhochschule in Oranienburg gerade abgeschlossen haben, verschaffen der hiesigen Inspektion Freiräume. Gerade die stark beanspruchte Kriminalpolizei soll davon profitieren.

Rechnerisch leisten rund 235 Beamte ihren Dienst in der Inspektion Brandenburg, davon 43 Kriminalpolizisten . Doch das sind Planzahlen, die nur bedingt die Wirklichkeit widerspiegeln. Sie zeigen nicht an, wenn Beamte wegen Krankheit lange Zeit aus der Bahn geworfen werden.

Bald in Pension

Das Thema Verjüngung wird die Polizei in Brandenburg/Havel in den kommenden Jahren begleiten. Bis 2020 scheiden mehr als 50 Beamte altersbedingt aus dem Dienst in der Inspektion aus. Etwa die Hälfte von ihnen geht in den nächsten beiden Jahren in den Ruhestand.

Dennoch sieht Mathias Tänzer nur bedingt einen Zusammenhang mit der laut Kriminalitätsstatistik 2015 um fünf Prozent geringeren Aufklärungsquote in der Direktion und Inspektion. Er betont, dass im vergangenen Jahr fast 2000 Straftaten mehr zu bearbeiten waren als im Jahr 2014. Seine Beamten hätten nach den absoluten Zahlen mehr Fälle aufgeklärt als 2014. Das sei den vielen Idealisten unter den Beamten zu verdanken.

Gleichwohl sind aktuelle Entwicklungen nicht spurlos an der Brandenburger Polizei vorbeigegangen. Es gab 2015 mehr besondere Einsatzlagen, etwa die Pogida-Demonstrationen in Potsdam, bei denen die Brandenburger Polizisten ihre Potsdamer Kollegen unterstützten mussten. Auch die Sonderkommissionen zu den Fällen Elias und Turnhalle Nauen hätten personelle Hilfe aus Brandenburg erfordert. Gleichwohl, so versichert Tänzer, habe es bei der Bürgerhilfe nach Notfällen und der Strafverfolgung keine Abstriche gegeben.

Entwicklungen nicht spurlos an der Polizei vorbei gegangen

Von den acht jungen Beamten, die seit Anfang April dabei sind, haben nach Angaben Tänzers mehrere den Verwendungswunsch Brandenburg/Havel angegeben. Die Verjüngung ist den Inspektionschef wichtig. Die vier ehemaligen Feldjäger in seinen Reihen sieht er ebenfalls als absolute Verstärkung. „Das sind engagierte Männer mit einer guten Vorausbildung, die über ein gerüttelt Maß an Dienst- und Lebenserfahrung verfügen“, sagt Tänzer.

Das Thema Verjüngung wird die Polizei in Brandenburg/Havel in den kommenden Jahren begleiten. Bis 2020 scheiden mehr als 50 Beamte altersbedingt aus dem Dienst in der Inspektion aus. Etwa die Hälfte von ihnen geht in den nächsten beiden Jahren in den Ruhestand.

Von Jürgen Lauterbach

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