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Brandenburger Schüler bei Kika-Sendung

TV-Aufzeichnung in Köln Brandenburger Schüler bei Kika-Sendung

Die 7 LuBK vom Brandenburger von Saldern-Gymnasium könnte den Titel als „Beste Klasse Deutschlands“ gewinnen. Die Schulklasse gehört zu den 32 Teilnehmern der gleichnamigen Fernsehsendung im Kinderkanal, die unter fast 1400 Bewerbern ausgewählt wurden. Im Februar stehen die ersten TV-Aufzeichnungen in Köln auf dem Programm.

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Lucy Schramm (links) und Meike Augennadel hatten die Idee, an der TV-Show teilzunehmen. Tim Siebert hat das Bewerbungsvideo geschnitten.

Quelle: Norman Giese

Brandenburg/H. Kommt die beste Schulklasse Deutschlands aus Brandenburg an der Havel? Möglicherweise ja. Zumindest hat die 7 LuBK (Leistungs- und Begabungsklasse) des von Saldern-Gymnasiums die Chance diesen Titel in einer Wissensquizshow des Kinderkanals (Kika) zu erringen. Fast 1400 Schulklassen hatten sich bundesweit um eine Teilnahme an der Sendung „Die beste Klasse Deutschlands“ beworben, 32 von ihnen wurden schließlich von einer Jury ausgewählt. Darunter auch die Brandenburger Klasse, die nun im Februar für eine TV-Aufzeichnung nach Köln fährt.

In der Domstadt treten die Schüler von Klassenleiterin Kerstin Lüssing in einem Duell gegen eine andere Klasse an. Gewinnen sie, qualifizieren sie sich für das Wochenfinale und haben dort die Möglichkeit sogar bis ins Superfinale weiterzuziehen. Auf den großen Sieger wartet am Ende eine Klassenfahrt in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Doch auch die anderen Klassen haben Grund zur Freude. Je nachdem, wie weit sie kommen, klingelt es in der Klassenkasse. Bis zu 300 Euro gibt es in der ersten Runde und bis zu 400 Euro zusätzlich im Wochenfinale.

Klassenlehrerin bremste Schüler zunächst aus

Die Brandenburger Schüler schielen jedoch ganz klar auf die Klassenfahrt nach Portugal, ist sie doch der Grund, warum sie sich überhaupt erst beworben haben. „Wir haben in diesem Jahr keine Klassenfahrt und dachten, wenn wir mitmachen, können wir vielleicht eine gewinnen“, sagt Meike Augennadel. Die 12-Jährige war einer der Initiatoren, als eine Mädchengruppe im Frühjahr 2015 auf dem Schulhof die Idee hatte, die Klasse bei der Fernsehshow anzumelden.

Die „Erste Reihe“ ist entscheidend

Seit 2008 rufen Kika und ARD jährlich den Wettbewerb „Die beste Klasse Deutschlands“ aus. Teilnehmen können 6. und 7. Klassen aller Schulformen.

In der Sendung müssen 20 Schüler pro Klasse Multiple-Choice-Fragen beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt.

Die Punkte zählen jedoch nur, wenn auch die „Erste Reihe“ der jeweiligen Klasse richtig antwortet. Dabei handelt es sich um zwei vorher ausgesuchte Schüler, die ganz vorne sitzen.

Ausgerechnet Klassenlehrerin Lüssing bremste das Unterfangen aber zunächst. „Ich habe nicht daran geglaubt, dass bei so vielen Bewerbungen eine Chance für uns besteht“, erzählt sie. Die Schüler blieben allerdings hartnäckig und brachten das Thema immer wieder zur Sprache. „Im September haben wir die Idee dann aufgegriffen“, sagt die 12-jährige Lucy Schramm, die ebenfalls zu den Ideengebern zählte. In der so genannten Klassenfahrtwoche – die meisten Schulklassen des Gymnasiums sind dann auf Klassenfahrt – drehte die 7 LuBK schließlich ein Bewerbungsvideo.

Bewerbung erst kurz vor Einsendeschluss abgeschickt

In dem gut vier Minuten dauernden Film präsentiert sich die Klasse. „Wir haben das Video so strukturiert, dass wir uns in verschiedenen Gruppen vorstellen“, erklärt Tim Siebert. Der 13-Jährige hat den Clip mit einem Klassenkameraden gedreht und am Ende selbst geschnitten. Zu sehen sind „Die Sportler“, „Die Umweltgirls“, „Die Sprachexperten“ sowie „Die Tierfreunde“. Außerdem gibt es einen Einblick in das Zauberflötenprojekt und die Aktion „Red Hand“, mit der die Mädchen und Jungen am Europatag Kinder im Krieg unterstützten.

„Große Unterstützung für das Video hatten wir von Kunstlehrerin Ines Frohl und von der Schmuckdesignerin Heike Burgemann“, sagt Kerstin Lüssing. „Als wir fertig waren, haben wir es am letzten Tag vor Einsendeschluss bei der Post abgegeben“, so die Englisch- und Französischlehrerin. Und dann war erst einmal warten angesagt, bis Ende November eine E-Mail vom Kika bei der Klassenleiterin eintraf. „Das war ein unbeschreiblicher Jubel, als ich den Schülern dann von der Zusage erzählt habe.“

TV-Ausstrahlung erst ab Mitte April

Seitdem laufen die Vorbereitungen für den Wissenswettstreit und den Kampf um den Titel „Beste Klasse Deutschlands“. Mehrmals in der Woche trainieren die jungen Brandenburger mit einem Quiz auf der Internetseite der TV-Show. „Außerdem haben wir uns vorgenommen, ein paar alte Folgen der Sendung anzusehen“, sagt Meike Augennadel. So wolle man herausfinden, welche Themen gefragt sind und wie die Fragen formuliert werden.

Kilian Draber und Maja Scheer bilden die wichtige „Erste Reihe“

Kilian Draber und Maja Scheer bilden die wichtige „Erste Reihe“.

Quelle: Norman Giese

Die anstehenden Winterferien können die Schüler nun noch einmal zum intensiven Üben nutzen, denn in der Woche danach geht es zur Aufzeichnung nach Köln. „Wir sind natürlich gespannt auf das erste Aufeinandertreffen mit dem gegnerischen Klassenteam und die Dreharbeiten im Studio“, so Kerstin Lüssing. Beim zweitägigen Ausflug an den Rhein – die Kosten für Busfahrt und Jugendherberge übernimmt der Kika – werde sich die Klasse auch Köln ein wenig anschauen. Der Ausgang des Duells bleibt für die Öffentlichkeit übrigens noch eine Weile geheim. Die Ausstrahlung der Sendung „Die beste Klasse Deutschlands“ beginnt erst Mitte April.

Von Norman Giese

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