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Brandenburger Theater droht weiter Insolvenz

Vorwürfe gegen Jörg Heyne Brandenburger Theater droht weiter Insolvenz

Dem Brandenburger Theater droht 2017 die Insolvenz. Das hat der neue Theatergeschäftsführer Klaus Deschner wiederholt betont. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, eine erhebliche Mitschuld – inklusive eines Kardinalfehlers – sieht er bei seinem Vorgänger Jörg Heyne.

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Klaus Deschner

Quelle: Benno Rougk

Brandenburg/H. Bis zum Jahresende ist Jörg Heyne Geschäftsführer des Brandenburger Theaters (BT). Doch vor Ort ist er nur selten. Längst hat Klaus Deschner, der als Retter gerufen und aus dem Ruhestand reaktiviert wurde, die Regie übernommen. Wie berichtet, droht dem BT 2017 die Insolvenz. Die Eigenmittel des städtischen Unternehmens sind verbraucht und der Haustarifvertrag droht auszulaufen. Passiert dies, ohne dass sich das Theater mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Fortsetzung des Vertrages einigt, schnellen die Personalkosten um mehrere hunderttausend Euro in die Höhe, die die Gesellschaft nicht bedienen kann. Der Zusammenbruch wäre programmiert.

Nachdem man Heyne, der das BT fünf Jahren führte, vor dem Sommer mitteilte, dass man seinen Vertrag nicht verlängert, ist der Dresdner auf Arbeitssuche. Im Theater kursiert das Gerücht, er werde das Haus im Oktober verlassen. „Da ist noch nichts spruchreif“, sagt Jörg Heyne. Derweil beginnt man sich am BT auf ihn einzuschießen. Viele Probleme, das Theater betreffend, verknüpft Klaus Deschner mit seinem Vorgänger. Im Jahr 2016 werde das BT allein den Orchesteretat um mehr als 200 000 Euro überziehen. Durch das Fehlen von Planern und Controllern am BT habe Heyne dahingehend keine Übersicht mehr gehabt, heißt es auch von Katja Lebelt, der künstlerischen Leiterin. Für Deschner ist hingegen Heynes Rücknahme der Kündigung der Mitgliedschaft im Deutschen Bühnenverein zum Januar 2014 „der Kardinalfehler mit verheerenden Folgen für das BT.“

Daraus folge, dass auf das BT 2017 beim Auslaufen des Tarifvertrages immense Mehrkosten zukommen. Die Möglichkeit, die Mitgliedschaft Ende 2016 zu kündigen um die Personalkostensteigerung auszuschließen, sei vor seiner Zeit verpasst worden: Das ist „unverständlich und unverantwortlich.“

Offensichtlich prüft Deschner, ob und wie man Heyne für Verluste haftbar machen kann. Dafür müssten allerdings die Ansprüche der GmbH gegenüber Heyne geltend gemacht werden. Ob man dafür dessen Haftpflichtversicherung nutzen kann – zumal eine Vermögensschadenversicherung, auch D&O genannt, das BT weder für Heyne noch den Aufsichtsrat abgeschlossen habe - sei offen. Kommende Woche will Deschner diesbezüglich eine Strategie erarbeiten.

Von Benno Rougk

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