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Brandenburger Waterhus-Firma ist insolvent

Boote schwimmen nun in Rathenow Brandenburger Waterhus-Firma ist insolvent

Ein Brandenburger Touristikunternehmen ist bereits zum Jahreswechsel in Insolvenz gegangen. Das Waterhus-Erkennungszeichen, der rote Schwan mit dem goldenen Krönchen, ist aber weiterhin auf der Havel zu sichten, nur ein Stück weiter nördlich. Denn ein Rathenower Unternehmer hat die „Dream Princess“ gekauft und führt die Geschäftsidee fort.

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Das Brandenburger Waterhus-Unternehmen, das dieses Hausboot gebaut hat, gibt es nicht mehr.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Der rote Schwan mit dem goldenen Krönchen schwimmt trotz der Insolvenz des Brandenburger Touristikunternehmens Waterhus Hausboote weiter. Die „Dream Princess“ gehört nun dem Karosserie-Unternehmer und gelernten Binnenschiffer René Krüger aus Rathenow, der unter dem Namen „Waterhus Charter Rathenow“ in dieser Saison sein eigenes Geschäft aufbaut und dabei den schon eingeführten Namen Waterhus aufgreift.

Im Dezember des vergangenen Jahres meldete die Geschäftsführerin des auf Party- und Hausboote spezialisierte Brandenburger Unternehmens die Insolvenz an.Rechtzeitig, wie der zum Insolvenzverwalter bestellte Berliner Rechtsanwalt Franc Zimmermann betont.

In dem Waterhus-Insolvenzverfahren sei eine „sanierende Übertragung“ gelungen, berichtet Zimmermann. Die Gläubigerbank hatte sich nach der Insolvenzanmeldung das Flaggschiff der Brandenburger Firma, das Hausboot „Dream Princess“ gesichert. Dieses „Classic“-Modell mit dem damaligen Katalogwert von knapp 180 000 Euro war noch als Musterboot im Bestand von Waterhus Hausboote.

Auf Vermittlung des Insolvenzverwalters kaufte René Krüger dieses wohnliche Boot – schuldenfrei, so wies in einem Insolvenzverfahren möglich ist. Krüger übernahm außerdem den Namen der Gründer, nämlich Waterhus, außerdem das Logo des roten Schwans mit goldener Krone und die vier Charterkunden dieser Saison, die ihre Anzahlung sonst hätten in den Wind schreiben können.

Hinter dem insolventen Brandenburger Unternehmen stand ein Brandenburger Ehepaar, das sich inzwischen getrennt hat und auch eigene berufliche Wege geht. Vor etwa fünf Jahren waren die beiden angetreten, Hausboote und Partyboote zu bauen und für Stadtrundfahrten oder längere Touren auf dem Wasser anzubieten. Die Arbeitsteilung: Sie führte die Geschäfte, er als gelernter Dachdecker baute die Boote.

Das Geschäft lief offenbar gut an. Vor vier Jahren berichtete die MAZ von den ersten drei selbstgebauten und verkauften Booten. Auf Brandenburgs Gewässern waren die Partyboote mit den Namen „Swan Princess“ und „Swan Prince“ zu sehen. René Krüger hätte im zurückliegenden Winter auch gern diese Partyboote übernommen, von denen es insgesamt drei gab. Doch auf denen vergnügen sich inzwischen die Berliner, denn ein Unternehmen der Hauptstadt übernahm diese Boote und lässt sie zu Wasser.

Der Rathenower Unternehmer möchte für die nächsten Jahre weitere Boote hinzukaufen. Für die Brandenburger Geschäftsfrau ist das Kapitel dagegen beendet, ein weiteres Engagement in dem Geschäftsfeld sei ihr zu stressig, teilt sie auf Anfrage mit.

Immerhin bescheinigt Insolvenzverwalter Zimmermann der Geschäftsführerin, im Verfahren alles richtig gemacht zu haben. Warum die Brandenburger Firma auf Grund gelaufen ist, das ist nach seinen Worten im Nachhinein schwer festzustellen.

Von Jürgen Lauterbach

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