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Brandenburger nehmen Marienberg in Besitz

Offene Tore auf Buga-Areal Brandenburger nehmen Marienberg in Besitz

Silvester werden Brandenburger sicher wieder das Silvesterfeuerwerk vom Marienberg aus bewundern und Neujahr wie bereits zwischen den Feiertagen dort spazieren gehen. Die Aufgänge Nord, Marienbad und Bismarckterrassen sind nach der Buga seit wenigen Tagen wieder offen. Keiner weiß, wer es war. Besucher erfuhren über Buschfunk oder Internet davon.

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Bei Kindern,Eltern und Großeltern besonders beliebt ist der schöne Drachenspielplatz.

Quelle: C. Nack

Brandenburg/H. Die Brandenburger lassen sich ihren Marienberg nicht nehmen: Um Mitternacht werden sicher wieder etliche das bunte Silvesterfeuerwerk von der höchsten Erhebung der Stadt aus bewundern und den Neujahrskater beim Spazierengehen vertreiben. Auch zwischen den Feiertagen, an denen viele Urlaub hatten, herrschte Treiben – vor allem auf dem beliebten Drachenspielplatz.

Die Aufgänge Nord, Marienbad und Bismarckterrassen sind seit wenigen Tagen wieder offen. Keiner weiß, wer es war. Besucher haben über Buschfunk oder Internet davon erfahren. Bis heute ist unklar, ob sich Leute Zutritt verschafften, Tore allein aufgingen oder ob sie amtlich aufgeschlossen wurden. Beim Buga-Zweckverband gibt man sich zugeknöpft: „Die Pressestelle des Buga-Zweckverbands existiert nicht mehr. Bitte wenden Sie sich an die Kommune“, heißt es einsilbig.

Rückgabe nach Nutzung

Der Marienberg wurde von der Stadt Brandenburg an der Havel an den Zweckverband Buga Havelregion 2015 zur Nutzung übergeben. Das Areal war Teil der Bundesgartenschau.

Ursprünglich sollte die Rückgabe des Marienberges nach zweijähriger Sperrung spätestens bis zum 31. Dezember dieses Jahres erfolgen.

Die Bundesgartenschau fand vom 18. April bis zum 11. Oktober an fünf Standorten statt. Neben Brandenburg/Havel in Premnitz, Rathenow, Stölln und Havelberg.

„Die Stadt hat die Tore nicht geöffnet, da der Zaun noch Eigentum des Zweckverbands ist“, so CDU-Bürgermeister Steffen Scheller. Anscheinend wollten Brandenburger nicht bis nach den Feiertagen warten, denn zwei Torhälften am Nord- und Südaufgang waren angehoben oder ausgehängt. „Wir haben sie eingelagert.“ Jemanden des Hausfriedensbruches zu verdächtigen, macht laut Scheller keinen Sinn. An anderen Stellen soll der Zaun im Zuge des Sanitärrückbaus schon durchlässig gewesen sein. Eine für den 10. Dezember geplante Rückgabe sei an „diversen Mängeln“ gescheitert, sagte er unter Berufung auf den Beigeordneten Michael Brandt. Da die Restarbeiten dann aber bis zum vierten Advent erledigt gewesen seien, habe sich Scheller„verwaltungsintern“ dafür ausgesprochen, dass der Verband den Marienberg schon vor Weihnachten übergebe. „Das ist dann wohl wegen Urlaubs an einem gemeinsamen Übergabetermin gescheitert.“ Nun sei der 12. Januar vereinbart. Bis dahin duldet die Stadt die offenen Tore.

„Diese Aktion passierte ohne unser Zutun“, versichert Carsten Eichmüller (SPD), auf den der fast einmütige SVV-Beschluss zurückgeht, den Marienberg bereits Weihnachten freizugeben. „Offenbar nahm das jemand für bare Münze“, was Eichmüller als Polizeibeamter nicht gutheiße, denn letztlich sei es eine Straftat. „Ich heiße es aber auch nicht gut, dass den Bürgern eine reguläre Öffnung bis 20. Dezember versprochen und nicht einhalten wurde.“ Besuchern ist wichtig, dass der durch die Buga aufgewertete Park im gepflegten Zustand bleibt.

Von Claudia Nack

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