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Brandenburg/Havel Brandenburger spenden drei Tonnen
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger spenden drei Tonnen
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17:46 25.09.2015
Die Sammelaktion im Industriemuseum. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg an der Havel

Sebastian Möckel ist überwältigt: „Da ist eine Menge bei rumgekommen“, sagt der Organisator einer Spendensammlung für die Flüchtlinge, die mit dem Freundeskreis linker Sozialdemokraten in der Vorwoche auf die Beine gestellt wurde.

Es wurden Kleidung und Schuhe jeder Art, Schulmaterial sowie Rucksäcke und Taschen, Spielzeug und Instrumente, verschiedene große Roller und Räder, Inlineskater oder Skateboards abgegeben. Zudem Sportgeräte und Bälle, Möbel, Fernseher, DVD- und Blu-Ray-Player. Zudem Geschirr und Besteck, Kaffeemaschinen, Mikrowellen und Nähmaschinen – etwa drei Tonnen kamen dabei zusammen.

Überwältigt von der Spendenbereitschaft

Alle Sachspenden werden von Genossen der SPD und dem Freundeskreis sortiert. Auch gab es Unterstützung durch verschiedene Flüchtlingsinitiativen und freiwillige Helfer. Mittlerweile ist die Kleidung sortiert und eingelagert. Beim Spielzeug wurde kontrolliert, ob es vollständig und funktionstüchtig ist.

Alle Hilfsgüter werden nach Bedarf verteilt. Doch im Industriemuseum bleibt noch genug zu tun: „Wir müssen uns schätzungsweise noch um eine ganze Lkw-Ladung kümmern“, meint Möckel. Einiges ging bereits an die Flüchtlingsheime in Bad Belzig und Kirchmöser. Drei Schultaschen gelangten ins Heim in der Sophienstraße, da dort ab Montag drei Kinder die Schule besuchen.

Nicht alle Räder funktionieren

Leider sind noch nicht alle Fahrräder funktionsfähig, etwa 75 Prozent können aber sofort genutzt werden. Alle anderen werden verkehrstüchtig gemacht. Der Integrationsbeirat der Stadt möchte eine mobile Fahrradwerkstatt organisieren, gemeinsam mit der Abhängigen Hilfe und den Flüchtlingen. Die Polizei wird die Räder registrieren, damit man weiß, woher sie stammen.

Außerdem kooperiert der Freundeskreis mit der Flüchtlingshilfe Brandenburg, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern und mit der Bevölkerung. „Hier zeigt sich, Brandenburg will helfen“, freut sich Möckel. Es seien über 1.000 Personen an der Aktion beteiligt gewesen. „Diese 1.000 Menschen sind ein klares Zeichen an die braunen Hetzer, die behaupten, dass Flüchtlinge von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden!“, sagt Sebastian Möckel voller Stolz.

Sichtung aller Sachspenden

Jetzt jedoch wird darum gebeten, zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Sachspenden zum Industriemuseum zu bringen, weil alles erst einmal gesichtet werden muss. Die Helfer sind längt über soziale Netzwerke verbunden: Am Samstag, 26. September, trifft sich die Facebook-Gruppe „Flüchtlingsunterstützung Brandenburg an der Havel“, um die Spenden durchzusehen.

Initiativen und Helfer

Offizielle Anlaufstellen für helfende Hände und Spender sind:

Deutsches Rote Kreuz: fluechtlingshilfe@drk-brandenburg-havel.de

Johanniter: info@johanniter.de

Freiwilligennetzwerk der evangelischen Kirchen: fnetzwerk.brb@ekmb.de

Wohnungsangebote an die Stadt, die auch eine Website eingerichtet hat, auf der die Angebote gebündelt werden: sozialamt@stadt-brandenburg.de

Viele Freiwillige engagieren sich zudem bei Facebook. In der Gruppe „Flüchtlingsunterstützung Brandenburg an der Havel“ wird rege diskutiert und ernsthaft geholfen. Es existiert zudem eine zentrale Bedarfsliste, welche Güter in welchen Unterkünften benötigt werden.

Von Pia Moderegger und Philip Rißling

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